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Philipp Bernhard Horstmann (deutsches Gedicht): von den Vorzügen
der Dichtkunst.
Andere Schülervorträge waren:
Karl Wilhelm Lex (französisch): von den gegenwärtigen Differenzen
zwischen England und seinen Kolonien.
Georg Christian Isenbeck (lateinisch): von den Vorzügen der
Logik.
Daniel Friedrich von Jossa und Georg Christian Lex (deutsch):
von der Weisheit Gottes aus den Werken der Natur.
Theodor Wilhelm Kiefer (deutsches Gedicht): von dem nützlichen
Gebrauch der Zeit.
Henrich Jakob Schmidtborn, Johann Karl Rebenack und Georg
Wilhelm Knörzer: Gespräch über die Annehmlichkeiten
des Winters.
Georg Wilhelm Mainzer und Johann Konrad Knörzer: Gespräch
über die Annehmlichkeiten des Frühlings.
Ludwig von Günderrode: Gedicht von der Glückseligkeit.
Von dem sonstigen Schulleben jener Zeit wissen wir nicht
viel, da andere Programme sich nicht erhalten haben und
wahrscheinlich aus Sparsamkeit auch nicht gedruckt worden
sind. Die Schule koste zuviel, war die Entgegnung, welche
Kiefer bei seinen Verbesserungsvorschlägen immer zu hören
bekam. Demgegenüber wies Kiefer darauf hin, daß die ursprüngliche
Bestimmung des Stiftes St. Arnual seit der Reformation
für die Schule gewesen sei, daß man früher Tausende
planlos aufgewendet habe, während man jetzt bei den‘ notwendigsten
Ausgaben geize, und daß es wohl schwerlich ein
Fürstentum in Deutschland gebe, welches eine so billige Schule
unterhalte wie die hiesige,
In der erwähnten Aufzeichnung spricht Kiefer eine Reihe
von Wünschen aus, die bemerkenswert sind. In den Lektionsplan
wollte er ein »Litterarium nebst einem kurzen Unterricht
yylücklich zu studieren« (also eine Art Hodegetik) und eine
Zeichenstunde einfügen. Außerdem wünschte er den Religionsunterricht
zu verstärken und vor allem die dritte Klasse im
Latein zu trennen, damit das Lehrziel sicherer erreicht werde.
Die Zahl der Lehrstunden würde dadurch von 89 auf 101 vermehrt
werden. Da die vier Lehrer höchstens 90 Stunden übernehmen
könnten, so müsse für die übrigen Deckung gefunden
werden. Die Auswahl der Lehrer solle die allersorgfältigste
sein: sie dürften mit Predigten und Seelsorge nicht belastet