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hoffen,« sagte er, »in dem Gymnasium mit der Zeit unter hoher
Genehmigung auch noch eine besondere Klasse für diejenigen
anlegen zu können, welche nicht völlig ausstudieren, sondern
nebst dem Christentum nur etwa so viel Latein suchen als zu
ihrem Zweck gehört, hingegen sich mehr auf die Rechenkunst
und die französische Sprache legen und eine saubere Hand,
einen ordentlichen Brief, eine Obligation, Quittung, Conto und
dergl. wollen schreiben lernen. Man könnte ihnen daneben zu
einem hützlichen Vergnügen das Nötigste aus der Landkarte
und aus der Historie, sonderlich der biblischen und ihres eigenen
deutschen Vaterlandes, beibringen. Man könnte sie in die
Pflichten des gesellschaftlichen Lebens, sonderlich eines guten
Bürgers einleiten, sie zur Verbesserung des äußeren Betragens
mit einem guten Sittenbüchlein bekannt machen und
ihnen Reiseregeln geben, daß sie mit Verstand, Vorsichtigkeit
und Nutzen in die Fremde gingen. Denen, so sich auf Künste
zu legen gedächten, könnte der eigentliche Grund derselben
in einer solchen Anstalt ganz kurz aus der Geometrie, Mechanik,
Optik und anderen mathematischen Wissenschaften gezeigt
werden, daß sie dieselbe hernach mit besserem Vorteil begreifen
und üben könnten.« Es sollte noch lange dauern, bis
ein ähnlicher Plan in Saarbrücken zur Ausführung kam.
Einer von Belzer entworfenen »Ordnung des Unterrichts
in Gymnasio« entnehme ich die folgende Stelle, welche
zeigt, daß die sogenannte Perthes’sche Methode des Lateinunterrichts
schon von ihm angeordnet wurde. Belzer schreibt:
‚Die Erlernung der Sprachen soll gleich mit Lesen und
Exponieren angefangen und die Grammatik nicht eher vorgenommen
werden, als bis die Sprache selbst ex usu einigermaßen
bekannt worden ist, weil alsdann die schweren abstrakten
termini und Regeln leichter begriffen und in der Sprache
selbst größere Schritte in kürzerer Zeit gemacht werden
können. Die Grammatik soll vor der Sprachübung nicht
hergehen, sondern ihr nachfolgen, indem sie nicht auctor,
sondern custos sermonis ist. Sie soll demnach in den untern
Klassen nur obenhin, in den obern aber schärfer traktiert
werden. Die nota linguae ist bei Anfängern ein schädlicher
Irrtum, eine fruchtbare Mutter des miserablen Küchen-Jesuitenschüler-,
Polacken- und Husarenlateins. Bei dem
Lateinsprechen soll der Lehrer langsam und methodisch vorvehen,
keinen, der falsch redet, aushöhnen, die Furchtsamen