Full text : Das Gymnasium zu Saarbrücken

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Die Sprachen mußte man mit Kosten
auswärts treiben,
Bis Lud wig kam, der teure. Mann,
Da gingen bess’re Zeiten an.

Wacht auf, ihr ersten Lehrernamen,
Die, als Graf Ludwig sie begehrt,
Aus Hessenland und Straßburg kamen.
Ihr seid noch uns’rer Achtung wert.
Ursin, du bleibst uns unvergessen,
Du erster Rektor an der Saar,
Du grundgelehrter Mann aus Hessen,
Wie Herold und auch Schröder war
Nach diesen Dreien hat aus dem und
andern Landen
Noch mancher brave Mann der Schule
vorgestanden,
Doch auch gar manche Not erlebt
Und oft für Krieg und Pest gebebt.

Das Zornschwert, das vor 100 Jahrer
Ganz Deutschland 30 Jahre schlug,
Hat Ludwigs Lehrhaus auch erfahren,
Am Kriege war es nicht genug;
Es riß zugleich ein schnelles Sterben
Die Lehrer bis auf einen hin,
Der Würger hatte das Verderben
Der ganzen Schule fast im Sinn.
Nur ein Philippi blieb bei leeren
Klassen stehen
Und mußte noch dabei auf manche
Dörfer gehen.
Denn in der ganzen Grafschaft war
Der Unterricht in Kirchen rar

So lag der schöne Flor darnieder;
Darin die alte Schule stund.
Er lag und stärkte sich nicht wieder
Sie ging beinahe gar zu Grund,
Wie wenn der Nord die zarten Pflanzen
Mit Reif und rauher Kälte schreckt
Und sich nur_hie und da im Ganzen
Noch ein und andrer Keim versteckt
So einzeln, so betrübt, ging nun. mit
matten Schritten
Auch jene Schule fort, weil sie zuviel
gelitten. ı
O, aber noch ein harter Schlag,
An den ich kaum gedenken mag.
            
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