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eine französische Heeresabteilung in Saarbrücken. Am 11.
Dezember wurde der Graf, der sich standhaft weigerte, gegen
Kaiser und Reich sich mit den Franzosen zu verbünden, gefangen
nach Metz abgeführt und mußte fortan sein Land meiden.
Als Generalmajor in kaiserlichen Diensten wurde er am
7. Oktober 1677 in einem Gefecht gegen die Franzosen bei
Kochersberg im Elsaß schwer verwundet und starb zwei Tage
später in Straßburg. Am 17. Mai 1677 wurde Saarbrücken
von den Franzosen in Brand gesteckt, und nur wenige Häuser,
darunter das Gymnasium, blieben erhalten. Doch der Unterricht
lag natürlich in diesen schweren Kriegszeiten ganz darnieder.
Die Lehrer erhielten keine Besoldung und die Zahl der Schüler
war sehr zusammengeschmolzen. Im Judicial- Protokoll vom
6. August 1677 steht, Meister Martin Ehrhardt, der Schmied von
St. Johann, habe sich über die hiesigen Schulmeister geäußert:
»der eine sei lahm und höre nicht wohl, der andere sei ein
Fischer. Er wolle seine Söhne anderswohin, nach Wadgassen,
in die Schule thun, wo sie etwas lernen möchten.« Nach dem
Frieden von Nymwegen (1679) behielten die Franzosen das
Land in ihrer Verwaltung, und der Gräfin - Witwe Eleonore
Klara blieb nur ein geringer Teil ihrer Einkünfte. Das Stift
konnte die Besoldung für die Lehrer nicht zahlen; der frühere
Präceptor, Pfarrer Gräth, hatte 1680 104 Gulden als Rückstände
zu fordern, So erlebte denn die Schule traurige Zeiten. Fünf
Jahre blieb das Rektorat unbesetzt, und es ist in dieser Zeit
wohl kaum Unterricht gehalten worden. Trotz der schlechten
Zeiten jedoch bemühte sich die Gräfin, »taugliche Subjekte
für die Lateinschule anzuschaffen«. 1682 wurde ein Studiosus
der Theologie, Johann Philipp Stein aus Usingen, als Rektor
der Schule bestellt mit der Verpflichtung, zugleich das Diakonat
zu verwalten und die Kirche Gersweiler mit der Glashütte in
Klarenthal zu bedienen, Die Besoldung betrug kaum den
dritten Teil der früheren: 40 Gulden an Geld, 8 Malter Korn,
4 Malter Gerste und 3 Wagen Heu aus dem Stift, freie Wohnung,
von jedem Lateinschüler 15 Albus und von jedem Deutschschüler
12 Albus vierteljährlich nebst dem gewöhnlichen Holz,
welches die Eltern fahren lassen mußten. Die Zahl der Schüler
der ersten Klasse wurde auf 30 normiert; die etwa fehlenden
sollten aus der zweiten Klasse ersetzt werden. Als Präceptor
der zweiten Klasse und deutscher Schulmeister wurde gleichzeitig
Johann Philipp Lehmann bestellt, der das Schulgeld von