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formatione latina) 3 aus Saarbrücken und 3 aus St. Johann.
‚Die übrigen sind teutsche Knaben, nämlich 9 von Saarbrücken
und noch 16 von Saarbrücken und St. Johann. Sieben Eltern
davon sagen, es sei ihnen nicht zuwider, wenn ihre Kinder
fähig wären, sie Latein lernen zu lassen. Die andern haben
sie zum Handwerk bestimmt. Noch andere wünschen, ihre
Kinder möchten nur teutsch lesen können, weil sie das Schulgeld
nicht aufzubringen wüßten. In tertia classe sind 3 Knaben
und an Töchtern von Saarbrücken 18, von St. Johann 10.
Kinder, so zur Schul tüchtig (sind) und nicht hineingeschickt
werden, zu Saarbrücken 17, zu St. Johann 12. Neun Eltern
derselben: haben versprochen, ihre Kinder zu schicken, sieben
andere schützen ihre Armuth vor, item andere die Jugend der
Kinder, oder daß sie sie nicht entbehren können.«
In der eigentlichen Lateinschule, die 2 Klassen zählte,
waren also nur 11 Schüler; in der unteren Abteilung der
zweiten Klasse saßen 19 Schüler, die am Lateinunterricht nicht
teil nahmen. In der dritten oder deutschen Schulklasse wurden
Knaben und Mädchen zusammen unterrichtet; der Schulbesuch
war überhaupt sehr mangelhaft, da von 58 schulpflichtigen
Knaben nur 39 die Schule besuchten. AKEingehender ist der
folgende »Unterthänige Bericht vom jetzigen Saarbrücker
Schulwesen, auf gnädiges Begehren aufgesetzt den 29, Aug.
1673,« der uns noch immer das Gymnasium in traurigem Zustande
zeigt:
»In classe prima hat man grammaticam latinam et graecam
Logicam, Rhetoricam, Catechesin, Musicam u. andere Lectiones
mehr, die neben den exercitiis domesticis und extemporaneis,
jedes zu gewissen Tagen und Stunden, tractirt werden, daß
also daran nichts zu ändern wär, wann man nur mehr subjecta
dabei haben könnte. Denn diesmal mehr nicht zugegen waren
als Pfeiffer maior, Becherer, des Trompeters, und Sauer, des
Amtmanns von (Saar-) Wellingen Söhne. Absentes beide Stein-Callenfelse,
sind schon. eine Zeitlang zu Hause; ob sie wieder
zur Schule kommen, ist ungewiß, und wird auch bei dem
ältesten nicht viel auszurichten sein; M. Reichardi Sohn könnte
in studiis was thun, der Vater weiß aber das Kostgeld nicht
aufzubringen, dürfte ihn schwerlich wieder schicken, Hofmann
des Balbiers Sohn (der Vater will ihn ehestens nach Metz in
eine Barbierstube bringen). Ob Herr Sauer seinen Sohn, der
fast !/, Jahr zu Wellingen gewesen, dabei lassen werde, ist