Full text : Das Gymnasium zu Saarbrücken

„BT

erhalten, welches er aber bei seinem Abzug wieder zu liefern,
auch die Losamenter sauber zu halten schuldig seyn soll.
Winterszeit benöthigtes Holz. Und weil er viertens noch zur
Zeit unverheurathet, als haben etlicher Scholaren Eltern, so
lang es ihnen beliebt, den Kosten in ihren Häusern, welchen
er alternatim bei ihnen suchen mag und, was vorgestellt werden
wird, vorlieb nehmen, zu geben zugesagt, hingegen er mit
solchen Kindern jedes Tags eine Stund privatim über die gewöhnliche
 Stunden zu informiren angelobt und solche Freundschafft
 zu großem Dank angenommen. Und ist ’dabey versprochen,
 fals ein oder anderer in Entrichtung der ihm angewiesenen
 pensionen säumig seyn würde, daß auf beschehenes
Ansuchen das Amt die hülfliche Hand bieten wolle. Dessen
zu Urkund ist das Kantzley-Sekret vorgedruckt.« Außerdem
wurde der Hospitalpfleger Zillisen angewiesen, dem Präzeptor
einen schwarzen Mantel zu bezahlen.
Ametor nahm diese Berufung nicht an, sondern zog seine
Hauslehrerstelle in Diemeringen vor; er kehrte jedoch 1663,
wahrscheinlich mit seinen beiden Zöglingen von Steincallenfels,
nach Saarbücken zurück und wirkte hier als zweiter Lehrer
bis zum Jahre 1677. Wir finden in den nächsten 15 Jahren
außer dem Rektor 2 Präzeptoren und einen deutschen Lehrer
an der Schule tätig, die ihre Besoldung aus dem Stift erhielten.
Der Rektor bekam 50 Gulden und 30 Malter Frucht; er war
außerdem Diakonus zu Saarbrücken und Pfarrer in Gersweiler;
die beiden Präzeptoren erhielten 75 und 45 Gulden. Der
deutsche Schulmeister nennt sich seit dem Jahre 1671 Lehrer
der deutschen und französischen Schule; die Machtsphäre
Ludwigs XIV. reichte ja damals schon bis an die Grenze des
Saarbrücker Landes. Viele Rektoren und Präzeptoren traten
nach einer Reihe von Jahren ganz ins Pfarramt über, so auch
Rektor Petschke, der 1664 durch Konrad Bayer aus Frankenberg
 in Hessen ersetzt wurde,
Im Jahre 1673 richtete Graf Gustav Adolf seine Aufmerksamkeit
 auf das Schulwesen. Auf sein Ansuchen wurde
eine Statistik der schulpflichtigen Jugend aufgenommen. Es
fanden sich: in Saarbrücken schulpflichtige Söhne 34, schulpflichtige
 Töchter 33, in St. Johann: schulpflichtige Söhne 24,
schulpflichtige Töchter 20.
Dagegen waren im Gymnasium: in I. von Saarbrücken 2,
von St. Johann 1, von auswärts 2 Knaben, in II. (sub in-
            
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