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Federlin ein, der zugleich Hilfsprediger in Bischmisheim war
und schon vorher aushilfsweise an der Schule beschäftigt gewesen
war. Seine Anstellung erfolgte jedoch nicht ohne Bedenken.
Dr. Werner bemerkt folgendes: »In praesentia Domini
Pastoris Georgi Cellari, Domini Rectoris Tobiae Heroldi et
mea 1) ihm verwiesen worden, quod diebus lunae post habitas
contiones Bischmesheimenses horas suas neglexerit. 2) plagositas,
daß er die Jugend mit der Rute und sonsten um die
Köpf zu schlagen pflege. Excusavit. 3) unfleißig Vorschriften
mache (schriftliche Arbeiten aufgebe und korrigiere). Ist ihm
der Dienst zugesagt dergestalt, daß er legibus scholasticis sich
in allem gemäß verhalte, seine Stunden fleißig versehe, moderate
disciplin halte, die Jugend mit Ernst zwar strafe, so es verwürcket,
aber cum prudentia und cum virga uff den Hintern
und Hände, oboedientes mit guten Worten lustig mache. Item
daß er per exercitia theologica sich von der Schul nicht lasse
abhalten, allzeit bei seinen Visitatoribus und Rectore Erlaubnus
bitte, cantui in templo beiwohne.
Ist an Dominum Rectorem gewiesen worden, den zu
venerieren und zu ehren, auch ihm zu parieren, mit collegis
sich wohl zu betragen; ihm auch angezeigt, daß er dem
Oberamtmann mit handgegebener Treu werde müssen angeloben.
Stipendium 80 Gulden zugesagt. Da er sich werde
fleißig und treu erweisen, werde solches zu seiner guten Beförderung
ad ministerium künftig gereichen.« Federlin wurde
im März 1611 Pfarrer in‘ Dudweiler; an seiner Stelle finden
wir M. Schlosser aufgeführt; er schied im Herbst des folgenden
Jahres wieder aus. Erst im Februar des Jahres 1613 kam als
Ersatz Johann Ulner aus Gießen, der zum Konrektor aufrückte.
1612 wurde an Stelle Georg Sirks Maternus als deutscher Schulmeister
angenommen. Er erhielt die deutschen und lateinischen
Knaben, welche buchstabieren, lesen und schreiben lernten. Er
sollte im Lesen, Katechismus, Schreiben, Rechnen und Gesang
unterrichten, auch den Kirchengesang zuSt. Johann leiten. Im März
1613 starb Philipp Kroesel; an seine Stelle trat Philipp Keller, ein
Sohn des Pfarrers zu Saarbrücken. Die Besetzung der untersten
Lehrstelle (Praeceptor quintae classis) wechselte sehr oft,
da ihre Inhaber nach einigen Jahren ins Pfarramt zu treten
pflegten, während Mosch und Ulner bis zu ihrem Tode an der
Schule blieben. Magister Laurentius von Sachsen wurde 1630
Stiftsschafifner in St. Arnual.