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olim observatus et jaam demum ab innumeris mendis repurgatus
a M. Guilielmo Ursino, Gymnasli Saraepontani rectore.,
717 S. 8. Frankfurt 1607. Dieses Werk widmete Ursinus seinen
beiden Schülern Matthias Cellarius (Keller) aus Saarbrücken und
Matthias Killburger aus Finstingen, ein Beweis für das schöne
Verhältnis, das zwischen ihm und seinen Schülern obwaltete.,
Da in der obersten Klasse Dialektik oder Logik gelehrt wurde,
so ist diese Widmung nicht auffallend. Daß der gelehrte Mann
ausgedehnte literarische Verbindungen unterhielt, beweisen die
Weihgedichte, mit denen vier gekrönte Dichter (poetae laureati)
das Erscheinen des Buches begrüßten, nämlich der uns schon
bekannte Johann Hoffmann, Pfarrer in Neunkirchen, M. Jakob
Rosefelder, Professor in Koburg, M. Johann Weitz, Rektor in
Weimar und M. Hippolytus Hubmeier, poeta laureatus Caesareus,
Auch für den lateinischen Unterricht schrieb Ursinus ein Lehrbuch.
Im Jahre 1606 erschienen in Frankfurt Colloquia
lectiora omnis materiae verborumque varietate tincta, ex colloquiis
Ludovici Vivis, scriptis Erasmi Roterodamensis et tribus
progymnasmatum voluminibus Jacobi Pontani in unum volumen
pro Scholis Nassoico-Saraepontanis comportatae a M. Guilielmo
Ursino, gymnasiarcha Saraepontano. Francofurti * anno
MDCVI 638 S. 8. Nach der Vorrede steht eine epistola
dedicatoria ornatissimis et nobilissimis iuvenibus et adolescentibus
Mathiae Cellario, Matthiae und Johanni Leonhardo Clementibus,
Guilielmo Streuffio a Lauenstein, Johanni Bernhardo ab Hagen,
Johanni Theobaldo Pistorio, Claudio Philippo Brellero, Johanni
Streuffio a Lauenstein et Friederico ab Helmstaett ceterisque universis
et singulis superiorum classium scholae Saraepontanae
alumnis, discipulis suis suavissimis salutem precatur, Dann folgen
drei Epigrammata, das erste von Dr. Bartholomaeus Werner, cognomine
Bolz, das zweite von Ursinus selbst und das dritte von
Mathias Clemens aus Saarbrücken, Schüler der ersten Klasse.
Diese lateinischen Gespräche sind teils dem täglichen
Leben der Schüler entnommen, teils enthalten sie Lebensregeln,
kleine Erzählungen und Schilderungen aus dem Altertum.
Die Überschriften der Gespräche können uns eine Vorstellung
von der damaligen Methode des Lateinunterrichts
verschaffen, und ich lasse sie deshalb hier folgen.
Liber l
1. Deductio pueri ad magistrum et primum examen. 2.
Euntes ad ludum. 3. Tarde ludum petentes. 4. Excusatio