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d.h. Geschenke der Schüler; ‘) außerdem gehörte die Inskriptionsgebühr
dem Rektor allein, »von Nobilibus einen Gulden, von
andern vornehmer Leut Kinder je nach Gelegenheit einen halben
Thaler oder Gulden, von gemeinen Leuten einen Ortsgulden«
(sa Gulden); endlich vier Wagen Heu und freie Wohnung im
Schulhaus nebst Garten. Dazu »unseres gnädigen Herrn in
eventum fernere gnädige Vertröstung.« Der erste Lehrer oder
Konrektor erhielt 95, später 110 Gulden, der zweite 95, der
dritte, Magister Mosch, der auch den Kirchengesang leitete,
113 Gulden, der vierte 80 Gulden, dazu jeder 15 Malter Korn
und 10 Malter Hafer. Für besondere Leistungen wurden Zulagen,
auch Entschädigungen für die Reise gewährt; so erhielt
Magister Krösel 1606 zu seinem »Aufzug» 4 Gulden. Das Einkommen
der Lehrer war somit nicht schlecht, da die Kaufkraft
des Geldes damals etwa zehnmal so groß war wie heute. Die Einkünfte
flossen hauptsächlich aus der St. Arnualer Stiftskasse, an
welche die 1602 angewiesenen 100 Gulden jährlicher Rente von
Herbitzheim abgeführt wurden; zum kleineren Teile aus der
Kirchenschaffnerei, welche die Verwaltung des Vermögens der
Bruderschaften übernommen hatte; auch der Abt von Wadgassen
mußte sich 1620 verpflichten, jährlich 100 Gulden als
Zinsen eines geschuldeten Kapitals für die Saarbrücker Schule
zu zahlen.
Rektor Ursinus verwaltete nur fünf Jahre (1604—1609)
das Gymnasium in Saarbrücken. Er scheint 1609 eine andere
Stellung angenommen zu haben, da ihm am 29. Mai 1612
durch den Rentmeister in Saarbrücken eine Abschrift seiner
Bestallung zugesandt wurde, Auffallend ist, daß in dem
Stiftungsbriefe vom Jahre 1620 nicht sein Name, sondern
nur der seines Nachfolgers Herold genannt wird. Bartholomaeus
Werner nennt ihn in seiner memoria postuma Ludovicl
comitis: philosophus doctissimus. Seine schriftstellerische
Tätigkeit setzte Ursinus in Saarbrücken fort und ließ von
hier aus zwei philosophische Bücher erscheinen: Dodecas
quaestionum philosophicarum .distinctioni reali et rationi illustrandae
submissa. . Frankfurt 1605, und Commentarius in
Petri Rami dialecticam tam theoreticus quam practicus cumprimis
luculentus et fructuosus, ex principibus peripateticae et
Rameae philosophiae interpretibus passim in opere ipso laudatis
der Bestallung des Rektors Herold (1609) werden auch horae
saivatae aufgeführt,