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künfte des Stifts St. Arnual, und 5. wurde 10 ärmeren, aber
würdigen Schülern durch Stipendien das Studium ermöglicht.
Um der Schule stets junge und »unverdrossene« Kräfte
zu erhalten, stellte der Graf den Lehrern. die Beförderung zum
Kirchendienst in Aussicht. Die nachteilige Folge davon war
ein schneller Wechsel der Lehrkräfte wenigstens in den unteren
Stellen, der nicht geeignet war, die Befestigung der Methode
und die Ausbildung der Berufsfreudigkeit zu fördern.
III. Von der Stiftung des Gymnasiums
bis zum 30jährigen Kriege.
i. Rektor Wilhelm Ursinus.
Das Lehrerkollegium des Gymnasiums war in den ersten
Jahren folgendermaßen zusammengesetzt: 1. Der Rektor Magister
Wilhelm Ursinus. 2. Der Konrektor Michael Stumpf, der
frühere Rektor. 3. Magister Laurentius Saxo, Präzeptor der
zweiten Klasse. 4. Magister Michael Mosch, Präzeptor der
dritten Klasse, und 5. Philipp Duttler, der frühere Kollaborator,
welcher die vierte Klasse leitete. Dieser schied zu Gertrudis
1606 aus und wurde Diakonus (zweiter Pfarrer) in Saarbrücken.
An seine Stelle trat Konrad Krösel, der in der Stiftsrechnung
von 1606 Präzeptor der ersten Klasse genannt wird. Daraus
geht hervor, daß Stumpf dem Unterricht in der obersten Klasse
nicht gewachsen war und wahrscheinlich die 4. Klasse übernahm,
Die fünfte Klasse scheint der Rektor selbst geleitet zu
haben, der außerdem in der obersten Klasse in Religion und
philosophischer Propädeutik unterrichtete.
Auch die Besoldungen der Lehrer sind uns überliefert.
Der Rektor Ursinus erhielt an barem Gehalt 150 Gulden, dazu
18 Malter Korn zu 4 Gulden angeschlagen = 72 Gulden, 18
Malter Hafer zu 1'/2 Gulden = 27 Gulden, in Summa 249 Gulden,’)
ferner freie Wohnung, »Minervalia, so je zu Vierteljahr fällig«,
» Der Rektor der Schule in Hornbach erhielt 1588 ebenfalls 150 Gulden
Besoldung, dazu 17 Malter Korn, 4 Malter 2'/2 Faß Hafer und 2 Fuder
Wein. Westpfälzische Geschichtsblätter 1903, S. 27.