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1592 in Marburg immatrikuliert worden; damals scheint er in
Kirberg bei Limburg gestanden zu haben. Er hatte sich durch
philosophische Schriften bereits bekannt gemacht‘) und war
zum Rektor der neuen Schule in Saarbrücken bestimmt, da
Michael Stumpf dieser Aufgabe nicht gewachsen schien. Über
Laurentius von Sachsen wissen wir weiter nichts, als daß er
von Straßburg kam und außer Latein auch Mathematik lehrte.
Er scheint aber auch Jura studiert zu haben.
Die feierliche Einweihung der neuen Schule fand im Sommer
des Jahres 1604?) statt. Über diese Feier wurde nachher von
den beiden Schulvisitatoren eine besondere Druckschrift herausgegeben,
die uns leider nur in einem vom Zahne der Zeit verstümmelten
handschriftlichen Auszug Belzers erhalten ist. Diese
Schrift führt den Titel: »Panegyricus scholae Saraepontanae
Nassoviae continens inaugurationis actum. Cum appendice
legum et renovatarum pro semestri aestivo lectionum. Argentorati,
typis Josuae Rihelii per Andream Rietschium anno 1604«
und umfaßte neun Bogen in Quart, Auf der anderen Seite
des Titelblattes stand die Widmung der Schulvisitatoren an
den Grafen:
Ilustri et celsissimo Domino Ludovico, Nassoviae, Saraeponti
et Sarwerdae comiti, Domino in Lahr, patriae patri, Musarum
Maecenati et ecclesiae nutricio, optimo pientissimo domino
suo clementissimo humilis observantiae et gratissimi animi
hoc offerunt testimonium L(ibentes) V(olentes) Mf(erito) Visitatores
et praefecti curiarum scholae Saraepontanae,
Auf die Widmung an den Grafen folgt eine lateinische
Ansprache ad viros senatorii ordinis prudentissimos et integerrimos
itemque cives utriusque Ccivitatis Saraeponti et
S. Johannis pietatis et humanitatis studia amantes, deren
Wohlwollen die neue Schule empfohlen wird. Daran schließt
sich eine lateinische Vorrede an den Leser; in dieser wird von
den Gütern der Reformation und ihrer Bedeutung für das
Schulwesen. sodann über die neue Saarbrücker Schule ge-1)
Disputationes XIV ex Metaphysicis, Physicis et Logicis. — Clypeus
logicus, quo omnium facultatum studiosi se munire poterunt, Beide Schriften
sind 1602 in Frankfurt erschienen. Diese Nachweise verdanke ich dem
cand. theol. W, Neuber,.
2 Köllner gibt den 4. September als Tag der Einweihung an, doch
offenbar unrichtig, da die Dedikation des Panegyricus datiert ist Kal. Augusti
anno 1604. Es scheint ein Lesefehler vorzuliegen,.