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hin wurde durch des Grafen Hofmeister und Räte am + Juli
1580 folgender Vergleich vermittelt: Von den für Schule und
Pfarrhaus noch zu bezahlenden Schulden im Betrage von 2030
Gulden sollte St. Johann 800 Gulden übernehmen, das übrige
Saarbrücken tragen. In betreff der Unterhaltung sollte es bei
dem Drittel von St. Johann sein Bewenden haben, doch das
Pfarrhaus nicht einbegriffen sein. Jeder Bürger von Saarbrücken
mußte zur Tilgung dieser Schuld auch ferner jährlich
einen Gulden bezahlen, wodurch sich die Bürgerschaft sehr
beschwert fühlte.
Der oben erwähnte Johannes Moller, Pfarrer zu Gersweiler,
war bis zum Jahre 1576 an der Schule tätig; 1583 bezog
Jerg (Georg) Atzler als Unterschulmeister aus dem Stift
20 Gulden Gehalt. 1592 wird in derselben Stellung Philipp
Frentzlin genannt, der zu Gertrudis dieses Jahres austrat; sein
Nachfolger wurde Johann Hoffmann aus Neuhausen bei Worms,
der 30 Gulden jährlich aus dem Stift erhielt. Dieser Hoffmann
hat sich einen Namen als lateinischer Dichter gemacht, er
nennt sich mit Stolz poeta laureatus 1593 verfasste er zu
Ehren des verstorbenen Grafen Albrecht von Ottweiler ein
kunstvolles lateinisches Trauergedicht in Distichen, deren Anfangsbuchstaben
eine lateinische Grabschrift bildeten. Er unterzeichnete
sich Johann Hoffmann Husanus, ludi Saraepontani
collega, und ist jedenfalls identisch mit dem Johann Hoffmann
Vangio (Wormser), der 1578 in Straßburg Baccalaureus wurde.
Er ging 1598 als Pfarrer nach Neuweilnau und 1603 von dort
nach Neunkirchen (bei Ottweiler). 1592 wird Herr Michel als
Schulmeister zu Saarbrücken genannt; er ist wohl eine Person
mit Michel Stumpf, der 1600 als lateinischer Schulmeister
vorkommt. 1594 war Johann Pausch »junger Schulmeister«,
ihm folgte 1598 Philipps Dudeler; außer ihnen wird noch
Georg Sirk, »der teutsche Schulmeister«, erwähnt, der den
Elementarunterricht leitete.
Über den Unterrichtsbetrieb an der städtischen Lateinschule
erfahren wir nichts, aber wir werden wohl nicht irren,
wenn wir annehmen, daß, wie bei den meisten Schulen jener
Zeit, so auch hier der Schulplan Philipp Melanchthons, ’des
Praeceptor Germaniae, vom Jahre 1328 zugrunde gelegt worden
sei. War doch der Erzieher des Grafen, der Superintendent Goltwurm,
ein Freund Melanchthons gewesen, und von Laurentius
Stephani, dem geistlichen Berater des Grafen Albrecht von