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als 600 Schülern besucht, und die Schule reiht sich somit den
vrößten Anstalten der Rheinprovinz an. Die Zahl der Lehrer,
zu denen auch ein katholischer Religionslehrer getreten ist,
beläuft sich auf 29. Der Haushalt der Schule ist auf 137265
Mark gestiegen; der Staatszuschulß beträgt 74564 Mark. Für
die große Schülerzahl reichte der Neubau von 1892 nicht
mehr aus; er mußte deshalb durch zwei Seitenflügel veryrößert
werden, die vier geräumige Klassenzimmer enthalten.
Wenn wir die Geschichte unserer Lehranstalt überblicken,
so dürfen wir ohne Überhebung sagen, daß der Entwicklungsgang
des Saarbrücker Gymnasiums, wie des deutschen Unterrichtswesens
überhaupt, eine aufsteigende Linie darstellt, Lehrkräfte
und Methode, Unterrichtsmittel und Schulräume sind
besser geworden, dank den äußeren und inneren Kräften, über
die Deutschland jetzt verfügt. Der fortgeschrittenen Zeit entsprechend
sind auch die Ziele des Unterrichtes umgestaltet
worden. Diese sind, wie unser ganzes Leben, dem Wechsel
unterworfen, und bei dem 400jährigen Jubiläum der Anstalt
wird vielleicht gar manches anders sein als heute. Aber wir
dürfen die Hoffnung und den Wunsch aussprechen, daß an
dem Saarbrücker Gymnasium allezeit eine wissenschaftlich
durchgebildete, pflichtbewußte, von wahrhaft sittlichem und
vaterländischem Geiste erfüllte Lehrerschaft eine frische, unverdorbene,
für alles Gute und Schöne empfängliche Jugend
unterrichten möge zum Heil unserer Städte und zum Wohl
des Vaterlandes.