Full text : Das Gymnasium zu Saarbrücken

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Klassen bis Untersekunda einschließlich wurden geteilt. Die
Baukosten betrugen, die Ausstattung eingeschlossen, 300500
Mark. Die Zahl der Schüler belief sich damals auf 404 Gymnasiasten
 und 25 Vorschüler; 20 Lehrer außer den Hilfskräften
unterrichteten an der Schule. Die Anstalt besaß jetzt in der
schön ausgestatteten Aula den so lange entbehrten würdigen
Raum für festliche Veranstaltungen. Hier konnte nun das Geburtsfest
 des Landesherrn und patriotische Gedenktage in würdiger
 Weise gefeiert werden; hier fanden auch öfters Schülerkonzerte
 statt, die sich reger Teilnahme erfreuten. Diese musikalischen
 Bestrebungen wurden von Kommerzienrat Emil Haldy
durch die Schenkung eines Flügels gefördert. Ein Vorzug der
neuen Anstalt war auch ein den modernen Anforderungen entsprechendes
 physikalisches Kabinett, welches durch Schenkungen
 von Bewohnern der Städte und der Umgegend sehr
bereichert wurde. Ebenso erhielt der naturwissenschaftliche
und der geschichtlich-geographische Unterricht jetzt ein angemessenes
 Anschauungsmaterial. Auch hier sind manche
Schenkungen mit Dank zu verzeichnen, besonders die erste
Hälfte der Brunn’schen Sammlung von Denkmälern römischer
und griechischer Skulptur, die Kommerzienrat Karl Röchling
dem Gymnasium überwies, Leider überlebte Direktor Breuker
den Einzug in das neue Gymnasium nicht lange. Sein Leiden,
das durch den operativen Eingriff gehemmt, aber nicht zum
Stillstand gebracht werden konnte, setzte dem Leben des von
Lehrern und Schülern gleich verehrten Mannes am 10. August
1894 ein Ziel. Breuker verstand es in hohem Maße, die Jugend
für das Schöne und Edle zu begeistern; Schüler wie Lehrer
wußten seine wohlwollende und vornehme Gesinnung zu
rühmen. Seine Schüler und Freunde setzten ihm ein schönes
Grabmal auf dem Saarbrücker Friedhofe.
Wir sind damit bis zur Schwelle der Gegenwart gelangt,
und es bleibt nur übrig, die wichtigsten Ereignisse der letzten
20 Jahre zusammenzustellen,
Nachdem der erste Oberlehrer, Professor Scheer, längere
Zeit die erledigte Direktorstelle versehen hatte, trat mit dem
neuen Schuljahr 1895 Dr. Ernst Fischer, bisher Professor in
Mörs, die Leitung unseres Gymnasiums an und wurde von
Provinzialschulrat Dr. Münch durch eine bedeutsame Rede
über das Amt des Direktors und des Lehrers eingeführt. Zu
gleicher Zeit wurde der Verwaltungsrat des Gymnasiums, der
            
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