Full text : Das Gymnasium zu Saarbrücken

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er große Umsicht und richtigen Takt mit Ernst und Festigkeit
in der Handhabung einer tüchtigen Schulzucht, zeigte sich den
Lehrern stets als einen uneigennützigen, gerechten, wohlwollenden,
 zugänglichen Vorgesetzten und Kollegen, den Schülern
als einen wahren väterlichen Freund, der mit treuer Liebe ihr
wahres Wohl erwog und in der rechten Weise Strenge und
Milde zu vereinigen wußte.«
Nachdem Professor Schröter längere Zeit die Vertretung
geführt hatte, wurde am 2. Mai 1854 Ferdinand Peter von
dem Regierungs- und Schulrat Dr. Landfermann mit folgenden
Worten in das Amt des Direktors eingeführt: »Diese Schule
soll auch ferner eine Stätte der Arbeit, nicht des Spiels, der
Sammlung, nicht der Zerstreuung sein und bleiben. Geistig zu
arbeiten soll auch fortan diese Jugend hier lernen, indem sie
nicht naschend herumflattert an bunter Mannigfaltigkeit der
Objekte, um endlich matt abgenutzt, übersättigt diese Räume
zu verlassen, überfertig zum Räsonnieren ohne Einsicht und
zum Verneinen, aber unlustig und unkräftig zum Lieben, zum
freudigen Jasagen und zum Schaffen. Nein, ernstes, eindringendes
 Arbeiten an Wenigem, aber Echtem, das Sammeln der
Kraft, aus welchem Gehalt und Fruchtbarkeit eines Menschenlebens
 hervorgeht, soll diese Jugend auch ferner hier lernen.
Und solche Arbeit soll sie auch ferner hier treiben unter
ernster Zucht, unter einer Zucht, die aus der Liebe stammt
und jede frische, echte Jugendlust pflegt, aber den Wurm der
Gemeinheit und Trägheit und des unjugendlichen frühreifen
Genießens abwehrt; die den Gehorsam nicht erbittet, sondern
um Gotteswillen fordert und durch Gehorsam zur Freiheit
erzieht; welche Ehrfurcht in die Gemüter pflanzt und von. früh
an Gesetz und Obrigkeit heilig zu halten gewöhnt.
Und Lehre, Arbeit und Zucht, sie sollen auch fernerhin
hier diese Jugend hinweisen auf das Vaterland, auf Preußen,
auf Deutschland, als die heilige Stätte ihrer besten künftigen
Mannestätigkeit. Auch dieses Haus soll den Sinn pflegen und
auf die Enkel bringen, der vor 39 Jahren die Bürger dieser
Stadt nicht ruhen ließ, bis sie ihre Wiedervereinigung mit
Deutschland errungen hatten. Heute ist gerade der 2, Mai,
der Jahrestag der Lützener Schlacht, der Tag, an welchem die
preußische Jugend auf ihres Königs Frage, ob sie aufhören
wollten, Preußen und Deutsche zu sein, so freudig wie nie
antwortete und Tausende ihre Antwort mit freudigem Opfertode
            
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