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Das Wirken und Wissen dieser Männer verschaffte dem Saarbrücker
Gymnasium einen anerkannten Ruf, . »Le college est
tres estime pour le savoir de ses professeurs et la bonne
direction des etudes«, urteilte ein gebildeter Franzose‘), der
im Jahre 1840 sich einige Zeit in Saarbrücken aufhielt.
Aber nicht nur der Geist, sondern auch der Körper der
Schüler wurde auf dem Gymnasium gekräftigt. Seit dem Jahre
1836 wurden gymnastische Übungen abgehalten, an denen
110 Schüler (von 127) teilnahmen. Wenn auch nöch keine
gedeckte Turnhalle vorhanden war, so wurde doch wenigstens
ein freundlich gelegener Übungsplatz erworben; die Kosten
der Erwerbung und Ausrüstung wurden zum Teil durch freiwillige
Beiträge der Schüler und ihrer Angehörigen gedeckt.
Mit warmem Herzen trat im Jahre 1841 der Lehrer an den
Realklassen August Simon in einer Programmabhandlung für
diese Übungen ein, die er dringend den Eltern und der Schule
ans Herz legte. Er empfahl die Anstellung eines besonderen
gymnastischen Lehrers, der auch Schwimmübungen und Schülerwanderungen
leiten könnte, und zur Ausbildung solcher Lehrer
die Errichtung einer Normalanstalt, wie wir sie heute in
der Berliner Zentralturnanstalt besitzen. Seit dem Jahre 1843
standen diese Übungen unter Wassmuths Leitung. 1846 wurden
zuerst Turnfahrten in die schöne Umgebung unternommen,
und zwar zwei halbtägige von allen Schülern und eine zweitägige
von einem Teil der erwachsenen Schüler. Die Schulzucht
wurde von Ottemann streng und gerecht gehandhabt;
»malo scholam desolatam quam dissolutam«, war sein Wahlspruch,
Aber die Schule verödete nicht, sondern die Schülerzahl
nahm in jener Zeit bedeutend zu, wozu auch die Realklassen
mit ihrer Vorbereitung für das praktische Leben beitrugen.
1829 betrug die Schülerzahl 90
1831 98
1832 108
1835 113
1836 127
1852 168,
ı) Appert, voyage en Prusse S, 38,