a) S
je 3 Stunden Englisch, Geschichte nebst Geographie und
geometrisches Zeichnen, je 2 Stunden Mathematik, Physik,
Naturbeschreibung und Chemie, gemeinschaftlich mit Gymnasialsekunda
4 Stunden Mathematik, 2 Stunden Religion und
2 Stunden Handzeichnen, zusammen 33 Stunden, FEinige
Jahre später wurde auch eine Realquarta mit verstärktem französischen
Unterricht angegliedert. Daß diese Änderung von
der Bevölkerung mit Freude begrüßt wurde, bewies die Steigerung
der Schülerzahl von 92 auf 127 und im nächsten Jahre
1837 auf 144, eine Zahl, die bisher noch nicht erreicht
worden war. Die Vorschulklasse zählte bei ihrer Eröffnung
30 Schüler.
Durch diese Lösung war man jedoch in Saarbrücken
nicht voll befriedigt. Da eben damals die Industrie des Kreises
einen vielverheißenden Aufschwung nahm, so hätte man am
liebsten eine Gewerbeschule eingerichtet, doch dem stimmte
die Regierung nicht zu, weil die Gewerbeschule in Trier dem
Bedürfnisse zu genügen schien. Daß die Realklassen den
gehegten Erwartungen nicht voll entsprachen, ging im Jahre
1848 aus einem Beschlusse des Stadtrates von Saarbrücken
und St. Johann hervor, durch den der Zuschuß von 400 Talern
zurückgezogen wurde. Von diesem Beschluß wich der Gemeinderat
auch nicht ab, als für den Fall des Fortbestehens
der Realklassen das Recht zu Entlassungsprüfungen zwecks
Erlangung der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Heeresdienst
in Aussicht gestellt wurde. Die Lehrer Simon und
Goldenberg führten aber mit großer Opferwilligkeit den Unterricht
im Englischen und geometrischen Zeichnen fort, obwohl
ihnen eine Vergütung dafür nicht in Aussicht gestellt werden
konnte. Schließlich aber mußte der Lehrer der Naturwissenschaften
Elsermann versetzt werden, - weil es an Mitteln fehlte
sein Gehalt zu zahlen und die Realabteilung der Secunda ging
aus Mangel an Schülern ein.
Die dem Gymnasium ungünstige Stimmung kam im Jahre
1854 in der Saarzeitung zum Ausdruck. Es wurde darauf hingewiesen,
daß Schüler der drei Realklassen wöchentlich bei
30 Stunden Latein nur 6 Stunden Deutsch, 11 Stunden Französisch
und 6 Stunden Englisch, zusammen also nur 23
Stunden in den drei lebenden Sprachen gegenüber 30 Stunden
in einer toten Sprache erhielten, daß in den Gymnasialklassen
die neueren Sprachen noch mehr zurückträten, daß seit 1825