Full text : Das Gymnasium zu Saarbrücken

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haben Sie demselben die hauptsächlichsten philologischen
Lehrstunden, so wie den historischen Unterricht in Prima
und Secunda zu übertragen.
Koblenz, den 10. October 1834.
Königlich rheinisches Provinzial Schul-Collegium.
Brüggemann FKilers.
Die Einrichtung der Realklassen konnte nicht sofort erfolgen,
 da die Stadt ihren Zuschuß davon abhängig gemacht
hatte, daß auch das Stift einen Beitrag zur Anstellung eines
Zeichenlehrers gebe. Da die Stiftsverwaltung sich hierzu nicht
verstehen wollte, so wäre die Sache gescheitert, wenn nicht
die Regierung im Januar 1836 die erforderlichen 300 Taler
aus dem allgemeinen Staatsfonds bewilligt hätte.
So konnten die Realklassen, welche bei der rasch vorschreitenden
 ‚gewerblichen und industriellen Tätigkeit für die
Städte und Umgegend eine Notwendigkeit waren, Herbst
1836 eingerichtet werden. Die Stadt bewilligte einen weitern
Zuschuß von 350 Talern für einen mathematischen Lehrer,
zunächst auf 6 Jahre, so daß der städtische Beitrag zusammen
2000 Taler betrug. 1842 wurde der letzte Zuschuß auf Antrag des
Schulkollegs auf 400 Taler zunächst für drei weitere Jahre
festgesetzt. Außerdem leistete die Stadt Gewähr für das Schulgeld
 in der Höhe von 1200 Talern, von denen 1000 Taler für
das Gymnasium und 230 Taler für die Realschule verwendet
werden sollten. Die Realklassen wurden in den unteren Räumen
des Schulgebäudes, welche von der Stadt gemietet wurden,
untergebracht und für den chemischen Unterricht ein kleines
Laboratorium eingerichtet.
Die drei Realklassen, welche nach dem Vorbilde der mit
dem Duisburger Gymnasium verbundenen Realschule eingerichtet
 wurden, hatten mit Tertia und Secunda gleichen Kursus,
so daß der ganze Lehrgang, die unteren Klassen eingeschlossen,
sechsjährig war. In der unteren Realklasse (Tertia, einjährig)
wurde als besonderer Unterricht 6 Stunden Französisch, 3
Stunden Englisch und je 2 Stunden Mathematik, Physik, Naturkunde
 und geometrisches Zeichnen erteilt, gemeinschaftlich mit
der Gymnasialtertia je 3 Stunden Deutsch und Geschichte
nebst Geographie, 4 Stunden Mathematik und je 2 Stunden
Religion, Handzeichnen und Gesang. Die zweijährige Realsekunda
 hatte als besonderen Unterricht 5 Stunden Französisch,
            
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