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Unterkunftsgelegenheit für auswärtige Schüler, Um dem letzteren
Übelstande abzuhelfen, wurde eine besondere Kommission
gebildet, die aus dem Gymnasialdirektor und Superintendenten
Zimmermann, dem Bergassessor Böcking, dem Kreisphysikus
Dr. Röchling, dem Bergamtssekretär Gottlieb, dem Kaufmann
Samuel Kleber, dem Apotheker Foertsch und dem Tuchfabrikanten
Dryander bestand.
Das Provinzialschulkollegium gab seinerseits die Versicherung
des Fortbestandes der Anstalt, veranlaßte die Erteilung
des katholischen Religionsunterrichtes, und berief an
Stelle des nach Duisburg versetzten Oberlehrers Bahrdt den
Konrektor Ottemann von Kottbus, dem der Ruf eines ausgezeichneten
Schulmannes vorausging. Ottemann wurde 1831
zum Mitdirektor, und als Superintendent Zimmermann 1834 die
erste Pfarrstelle in Saarbrücken übernahm, zum Leiter der
Anstalt ernannt. Er entwarf einen ausführlichen . Normallehrplan
für einen neunjährigen Gymnasialkursus, bei dem er
einerseits das Ziel des Gymnasiums als einer Gelehrtenschule,
anderseits die durch die lokalen Verhältnisse bedingten Anforderungen
berücksichtigte. Die Zahl der Unterrichtsstunden
sollte in Sexta 28 betragen und in Prima auf 36 (hebräisch ausgenommen)
steigen. Die Schülerzahl hob sich nun allmählich
wieder bis auf 108 Köpfe, so daß die zeitweise angeordnete
Vereinigung der Sexta und Quinta wieder aufgehoben wurde.
Als im Herbst des Jahres 1833 sich die Nachricht verbreitete,
daß eine bedeutende Verminderung der französischen
Unterrichtsstunden infolge der Einführung eines allgemeinen
Lehrplanes für die Rheinprovinz bevorstehe,') entsprach dies
den Wünschen der Bevölkerung so wenig, daß die Schülerzahl
von 109 auf 90 fiel und daß der Landrat Dern und
der Bürgermeister Böcking dringende Vorstellungen nach
Koblenz richteten, indem sie darauf hinwiesen, daß durch‘ diese
Verfügung das Bildungsbedürfnis der großen Mehrheit unbefriedigt
bleibe. Darauf regte die Schulbehörde aufs neue die
Verwandlung des Gymnasiums in eine städtische höhere Bürgerschule
an und entsandte im Jahre 1834 den Regierungs- und
Schulrat Eilers nach Saarbrücken. um mit der städtischen
N Bisher waren in Sexta bis Tertia je 4, in Secunda und Prima
je 2, zusammen 28 Wochenstunden gegeben worden; fortan sollte der
Unterricht erst in IV beginnen und in je 2 Wochenstunden, zusammen 14.
erteilt werden.