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Die Frequenz der Anstalt hatte sich im Jahre 1825 auf
118 Schüler gehoben, von denen 77 aus Saarbrücken oder
St. Johann stammten und 41 Auswärtige waren. 92 Schüler
waren evangelisch, 22 katholisch und 4 jüdisch. Die Klassenfrequenz
war folgende :
VI
V
IV
II
IE
ao
Da... . 118
Die 22 Schüler der beiden oberen Klassen waren sämtlich
zum Studium bestimmt; die Hälfte derselben wollte sich dem
Studium der Theologie widmen.
Das Betragen der Schüler war anerkennenswert, dagegen
ließen die Leistungen besonders in den oberen Klassen noch
zu wünschen übrig, obwohl einzelne Lehrer, wie Bahrdt, ein
hervorragendes Lehrgeschick besaßen, andere wenigstens guten
Willen und Fleiß zeigten; es fehlte aber an planmäßigem
Zusammenwirken der Lehrer und überhaupt an der nötigen
Harmonie im Kollegium.
Am 31. August 1825 fand die erste Abiturienten-Prüfung
statt, bei welcher der Superintendent Hildebrand die
Stelle des Königlichen Kommissars vertrat. Die drei Prüflinge
wurden für reif erklärt, und der Kommissar teilte das Ergebnis
dem Königlichen Konsistorium mit folgenden Schlußworten mit:
»Das hiesige Gymnasium, nach seinem ersten Wiederhersteller,
dem hochseligen Fürsten Wilhelm Heinrich zu
Nassau-Saarbrücken, früher schon Wilhelmitanum und nach
dem Namen unsers allergnädigsten Monarchen, dem zweiten
erhabensten Wiederhersteller und großmächtigsten immerwährenden
Wohltäter und mächtigsten Beschützer dieser gelehrten
Anstalt, mit doppeltem Rechte Gymnasium Wilhelmitanum
genannt, steht nup zu Gottes Ehre und zum bleibenden
Ruhme unsers allergnädigsten‘ Königs als die schönste
Zierde der Stadt Saarbrücken ‚in: erneutem Flore zum Segen
der Mit- und Nachwelt da und ‚zeichnet sich aus durch eine
umsichtige, väterliche Direktion, durch gründliches Wissen der
Oberlehrer sowie durch Gesetzlichkeit, Sittlichkeit und musterhaften
Fleiß der Schüler.«