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Hofraum ; sowie man aus dem Schulgebäude tritt, ist man auf
der offenen Straße. Die Schüler müssen sich daher des Morgens
um 10 Uhr, wo ihnen eine Viertelstunde zur Erholung vergönnt
wird, nach dem zwar nicht sehr weit entfernten, aber
doch außer dem Bereiche des Gymnasii belegenen großen
öffentlichen Platze bei der Hauptkirche begeben, wo dann stets
ein Lehrer die Aufsicht führt«,
Der Hauptübelstand bestand darin, daß auch die Elementarschulen
in dem Gebäude untergebracht waren und es
an einem größeren Raume für den Zeichnen- und Gesangunterricht
sowie für die Andachtsübungen und Schulfeiern
fehlte. Man suchte Abhilfe dadurch zu schaffen, daß die beiden
Mädchenklassen verlegt und deren Räume zu einem Saale vereinigt
werden sollten. Doch die Stadt, welche allerdings in ihren
Mitteln damals beschränkt war, behauptete ihr Eigentumsrecht
und verlangte vom Stift als Ersatz die Einräumung eines
Schulhauses. Da das Stift hierauf nicht einging, so mußte
die Erweiterung der Räume unterbleiben. Durch Teilung eines
Klassenzimmers wurde mit Mühe ein kleiner Raum für die
Bibliothek hergestellt. 1831 wurde der Schlußakt in dem Saale
des Tribunals gehalten, und man ging damit um, einen Prüfungssaal
auf dem Speicher des Gymnasiums zu bauen. Erst
1839 wurde von der Stadt ein Saal im unteren Geschoß gegen
einmalige Zahlung von 1000 Talern dem Gymnasium überlassen
und so ein größerer Raum für Schülerversammlungen,
die Aula, gewonnen. Da die durch Belzer begründeten Sammlungen
zum größten Teil zugrunde gegangen waren, so wurde
die Schule mit einem neuen mathematisch - physikalischen
Apparat ausgestattet und dieser Jährlich mit Hilfe der ausgeworfenen
Summe von 50 Talern vermehrt. 1828 schenkte der
Bergamtsassessor Böcking eine wohlgeordnete geognostische
Sammlung, 1829 Bergrat Sello eine Mineraliensammlung aus
der hiesigen Gegend; diese Sammlungen wurden stetig durch
Ankäufe und Schenkungen vermehrt. 1824 bestimmte die
Regierung, daß für zehn Prozent der Schüler ganze und für
fünf Prozent halbe Freistellen gewährt werden, außerdem für
die Lehrersöhne volle Befreiung vom Schulgeld eintreten dürfe.
Zu der Begründung der Bibliothek leisteten Lehrer und Schüler
Beiträge (vierteljährlich 8 Sgr.), die sich durchschnittlich auf
100 Taler jährlich beliefen ; später wurde ein besonderer Fonds
in dieser Höhe aus den Einnahmen der Schule ausgeschieden.