Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

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E. Chronik der Abkei Wadgassen

Propst in Merzig zu machen. Abt antwortet mai 24.,, der sei erst ein
Jahr Priester, zu jung, und bittet es ihm nicht zu Undauk zu nehmen, daß
er ihm nicht zu Ehren und Willen, wie sonst, sei.
1478 im November stirbt Abt Joannes. — Annales. J
Sein Grabstcin im Chore war mit drei Rosen bezeichnet — Bärsch;
gewählt wird

Abt Paulus Trontz de Merzig 1478 1506.
1480. In Eschweiler bei Berus werden die Gebeine der heil.
Oranug erhoben. Die Kirche daselbst, die älteste der Gegend, ist verlassen
und bildet fast uur mehr eine Ruine, das Chor ist noch erhalten mit einem
Altar der Maria Magdalena geweiht. Durch gauz Lothringen berühmt
sind die zwei Heiligenkörper von Zwillingsschwestern in hohem steinernen
Sarkophag. Der Tag post éxaltationem crucis in simpl., ist ihnen ge—
heiligt. An diesem Tage ist ein großer Iulanf von Menschen, welche
hierhin wallfahrten; es findet ein großer Markt statt. Viele Kranke, na—
mentlich solche, die an Kopfschmerzen und Ohrenweh leiden, werden geheilt.
Es hängen eiserne Ringe da auf, die von den Kranken auf den Kopf ge—
legt werden; dreimal verneigen sie sich tief und beten und gehen dann heim.
Uber die Erhebung der Gebeine stellt Desiderius, Bischof von Panga—
densis und Weihbischof von Metz, im Beisein von Tilemann, Erzpriester
des Ortes und vielem Volk eine Urkunde aus am Tage von crueis in—
vontione (3. Mai) 1480. Es werden gefunden zwei Körper mit allen
Gebeinen, welche dem Volke zur Verehrung ausgestellt werden. Darauf
werden sie, in doppeltem Peplon eingewickelt, mit drei Steinen geschlossen
in selbes Grab wieder gelegt, dazu ein Schriftstück, wovon der Officiat
von Berus, Simon von Zeistrom eine Abschrist erhält. — 1647 machte
Gutta von Hallstein eine besondere Anniversar-Stiftung; ihr verband
sich Maria Marg. von Metternich die 475 S..., 1/ Erbschaft von
Warsberg schenkte, damit zu Ehren der Oranna in besagter Pfarrkirche
feierliche Vigilien gefeiert und Arme beschenkt würden; bestimmte auch, was
der Priester erhalten sollte, dafür Wadgassen verantwortlich sei. Marchio
de Haraucourt hatte das Geld, statt desselben gab er cinen Hof in
Bettingen an Wadgassen; als später der Hof verkaust wurde, da kam
das Geld für gedachten Zweck zur Verwendung. Darüber wurde eine
Urkunde ausgestellt 1688.
1481 konute der Pastor nicht mehr in Eschweiler wohnen, weil
der Ort durch Freibeuter unsicher gemacht wurde. Sogar aus dem Gottes—
dienste wurden Leute gefangen weggeführt. Daher verlegte der Geistliche
seinen Sitz nach Beres. In Ermangelung eines Pfarrhauses wurde das
Wadgassen gehörige Haus benutzt. 1637 aber wurde Beres verbrannt,
die Bevölkerung hatte durch die Leiden des Krieges so abgenommen, daß
nur wenige Menschen mehr übrig geblieben waren. Diese wenigen Pa—
rochianen bauten dann das ruinosum domum (verfallenes Haus) wieder anf.
1481 — mensoe Mart. Streit zwischen Remigiusberg, Werners—
weiler und Abt Paul von Wadgassen über Zinsen in Hechen.
1481. Der Propst von (Kaisers-)Lautern vergleicht sich mit Wad—
gassen wegen einer Abgabe, die auf dem Wadgasser Hof in Lautern
haftete. (Hier war eine Kaöpelle der hh. Maria, dem Täufer und Jo
            
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