Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

O. Chronik der Abtei Wadgassen.

Johannes, Komthur des Teutschhauses bei Saarbrücken und die Mit—
herren von Eschringen vertragen sich mit dem Abt Paulus (?) von
Wadgassen wegen Irrungen und Missel zu Eschringen.
1426 wird die zur neuen Kirche in (Saar-) Gemünden gehörige
Kirche in Gersweiler den hh. Martyrern Quirin und Martin geweiht.
1426 bekennt der Abt Jean de Lutren und der Convent, dem Her—
zoge Karl II. von Lothringen den Hof von Eschweiler bei Berus über—
lassen zu haben. Zugleich geben sie demselben 660 Franken zurück, welche
er ihnen wegen Ankauf des Torfes Wittringen bei Saargemünd, das
srtiher von den Herrn von Forbach zur Stiftung eines Jahrgedächtnisses
der Abtei übergeben wurde, schuldete; weil bei der Schenkung des Dor—
fes, das ein herzogliches Lehen war, die Bestätigung nicht nachgesucht
wurde. Ferner verpflichten sich Abt und Convent, auf ewige Zeiten ein
feierliches Aniversarium in ihrer Kirche für die Ruhe der Seele des Her—
zogs und seiner Nachkommen zu begehen.
Der Herzog überträgt ihnen seinerfeits jährlich sechs 6 Muids (Maß
à 30 Centner) Salz auf die Salinen in Touze (Tieuze) und erkennt
das Besitztum, Haus und Bering, welches die Abtei in Berus hatte, als
ein freies, unter speciellem Schutz der Krone stehendes an. Die dort woh—
nenden Couventualen sollen, „wie unsere Edle Burg —Männer znu Beris
gefreyet sein“ freitag nach maria concept. 1426.
1430. (25) Abt Johamtes von Kaiserslautern gestorben und begraben
neben dem Altar der Maria.

Abt Philipp IB. von Kaiserslantern. 14271 1453.
1427. Der Bischof von Trier schickt seinen Sufsfragan Johann von
Azot nach Wadgassen, um den Philipp Esten (oder Esslen?) zum Abt
zu weihen.
1427. Philipp der II. von Lautern legte am Moutag h. Praxidis
1427 das Jurament ab. Sein Vorgänger war also nicht mehr 1430 Abt,
wie die Metropolis und die Annales angeben.
— Bei der Wahl Philipps II. waren Hans von Rittenhofen und
Knebel, nassauische Räte zugegen. (Siehe die folgende Abtwahl.)
1427. Vertrag mit Listorf und Enstorf wegen Ungelt (Ohm—
geld). Die beiden Ortschaften mußten jährlich 3 Fuder Wein vom Kloster
kaufen; dieses Recht gab das Kloster auf gegen das Recht, von jeder
Hotte, die von den Wirten verkauft wird, ein Maß zu ziehen.
1429 ian. 6. Peter des Aldemigers Son von Malstatt und Frau
Else verkaufen vor der Probstei in Sarbrück an Ruprecht von Latr—
und Gertrud Eheleute, Burger zu Sarbrücken, die Erbeschaft guter gulte
vnd Zinse, die sy hant vnd haben sollen zu Onesheim, zu Dalem und
zu Wurtzebach ihren deil, was sie mit dem Haus von Swalbach von
Erbeswegen vngedeilet haut — alle Rechte aufgezählt — vmb 150 Rin—
scher gulden. Wadgassen nimmt Abschrift von diesem Acte 10. inl. 1752
durch J. Weber Not. Cacs. pub. jur.
1433. Wadgassen hat eine Mühle Bercheshofen bei Nennkirchen.
1433. Tilmanus de Beres, Herr zu Aldeningen läßt in der Kirche
uu Eschweiler einen Altar zu Ehren der Maria Magdalena, Agathe
            
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