1367- 1395.
681
einen Reisewagen gestellt, eitem Amtmann iu Zweibrücken alle Jahre einen
Roct oder 4H. gegeben, zum Haus Kirkel jährlich 4 Käse geliefert, da—
für aber viele Jahre 4 Metzer Goldgulden bezahlt und den Zweibrückern
die Atzung nicht versagt.
1386. Siersberg schenkt das Dorf Rohrbach; Eberhard von Siers—
berg, Herr zu Dillingen erklärt, daß sein Neffe Johann v. Kirkel, als er
lag an seinem letzten Ende, an Wadgassen all seine Rechte im Dorfe
Rohrbach uff der Straßen zu Selzerode gegeben; Eberhard erklärt, daß
er dabei gewesen und dazu zustimme und darum diese Urkunde ausgestellt
und untersiegelt habe, Donnerstag vor unsere Frauwen als sie geboren
vard 1386.
1389. Die Bewohner von Gennweiler (pPfarrei Klein-Ebers—
weiler) wollen ihre (Filial-)Kirche zur Mutterkirche erhoben haben —
— werden abgewiesen.
1391. Zweibrücken befreit Wadgassen vom Zoll auf den Geleits—
traßen.
1392 wurde das große Klostergebäude aufgeführt.
1392. Graf Philipp von Nassau-Saarbrücken bestätigt dem Abt
Philipp und Convent von Wadgassen den Weidgang und die Holzberech—
tigungen im Warent und in der Grafschaft Saarbrücken — „daß sie
sollen haben den Weidtgang, alß Weith Vnser Land ist, Ihrem Viehe
daß sie haben in ihrem Closter Vndt VBf ihren Höffen, eß seyn pferdt,
Kiühe, Rinder, SchWein, Schaaffe oder ander Viehe Vndt darZumehr den
Weydtgang in Vuserem Waldt Warhant, auch Wahn Vnser Waldt der
Warhant Ecker hatt, so haben sie alle Jahr macht darin Zuschlagen
VierHundert SchWein ledig und loß ohne Demmen, Vndt darZumehr
sollen sie recht Vud macht haben Vf demselben bawholtz Zu Hohlen Zu
Ihrer Nothurfft daß Choster zu bawen, Wo eß noth thutt Vndt
möge auch durre Vnnütze Holz hohlen Zu brennen Zu ihrer Nothurfft, Wie
dick sie Wollen .. ..... so seindt sie Vnsern Thorn Hüdern all darumb
alle Jahre schuldig Zu geben Vier Ehlen graweß Ducheß zu Weynachten ...
dorgeben Vf den Nechsten freytag Nach Santagnesse tag in dem Jahr
alß man schriebe im Metzer bischtum Nach Christus geburt drey Zehn
hHundert Vnd Zwey Vndt NeugZig Jahre. (s. 1267/68.)
1393 — prima dominica in Aug. — Nicolaus de Gersbach, reich
uund kinderlos, und Frau Katharina bauen in Gemünd eine Kapelle der
Inugfrau Maria und begiften zwei Kapellane — Nicolaus und Anthonius —
mit Feldern, die er von Nic. von Steinbach gekauft, ferner Felder im
Bruch von Gemünde — Wiesen in Limbach und Wilre, brul zu
Wintringen, wiesen und heuwiesen uf ouwe und um Minkwilre.
Davon soll Wadgassen den 2 Kapellanen geben 16 Pfund Pfennig als zu
Hemünde in Stat gang und gebe ist.
1395. Niclas von Castel und dessen Frau Margarethe verkaufen
an Philippsen, Abt zu Wadgassen, um den Preis von 20 guter alter
Gulden all ihre Rechte, Zinsen, Gülten und Gefälle, die sie haben im Bann
und Gericht zu Onesheim, das genanut wird die Vogthey und versprechen
zugleich Mannleute des Klosters zu bleibeu.
1395. Abbas kaunst von Johannes Gersilis de Alben und Frau Irme—
gard ihre Güter in Liestorf und Schwalbach für 65 Florin Metzer