Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

C. Chronik der Abtei Wadgassen

1367. Zinec, Friedrich der ältere und Friedrich d. j., Gebrüder,
Grafen zu Liningen, begeben sich aller Ansprüche auf 10 Malter Korn zu
Frymersheim (Mainz. Diöc.) gegen das Kloster Wadgassen.
13639. Sonntag vor Lichtmessen. Hugele von Bübingen und sein
Sohn bekunden, daß sie in Wadgassen Rechte in Oneßheim, Dalen und
anderswo angegriffen hätten, schwören, es nicht mehr zu thun.
1369. Montags vor St. Clemenstag. Johann von dem Ruwen—
berg, des Ritters Niclas sel. Sohn, bekenut, dem Kloster Wadgassen 11
Pfund Metzer Pfg. schuldig zu sein und verpfändet dasür Güter zu
Oneßheim. Greutz.
1372. Joffried v. Leiningen und Frau Mechtilde verkaufen Wad—
gassen ihre Rechte in Listorf — für 80 Pfund — mit Menschen,
Wäldern, Mühle — Gerechtigkeit.
1372 u. 74 verkaufen Ritter Görris v. St. Imbert, der Wepeling
Johann von Falkenberg, der Edelknecht Henzelin Schelm von Dymeringen
und Sybilla von St. Imbert, seine Frau alle ihre Güter und Reechte im
Dorfe, Bann und Gericht zu Werbeln dem Kloster Wadgassen. (Es
sollen nur IHofmann und 6 Tagelöhner dagewesen sein. — Ludolf Symph.
1376. Auf einer Reichsversammlung, woselbst der Gerichtsbarkeit
des Bischofs von Trier Erwähnung geschieht, ist auch die Rede von den
Abteien St. Maximin „Vadgatz“ und Sprinkirsbach, welche dem Erzbi—
schof unterworfen sind (gui Sont soumiss à lArchevéche).
— Gerlacus, Abt, schenkt vasa argenta in aurata — unter Peter
Marrx in argentea turibula (silberne Weihrauchgefäße) verwandelt.
1381. Im Capitelhause ist auf einem über der Erde erhabenen Stein
zu lesen: „Anno Homini MCOCLXXXI. III. kalend. Septombris ohbiit
R. in Christo Pater D. Gerlscus a Randeck Abbas huius monastorii,
qui legavit conventui libras quingentas pecuniae pro anniveérsario:
Im Jahre des Herrn 1381 am 30. August siarb der in Christo ehrwür—
dige Vater Herr Gerlach v. Randeck, Abt dieses Klosters, welcher dem
Convent fünfhundert Pfund Geld für ein Jahrgedächtnis vermacht hat.“
Auf dem Grabstein war der Abt im Meßgewand dargestellt, zu den
Füßen zwei Hunde, neben dem Haupte ein Schild mit dem Abtsstabe und
drei Lilien.

Abt Philippus de Flamburn. 1381 - 1395.
1381. Bei der Wahl des neuen Abtes waren die Stimmen so ge—
teilt, daß man sich auf eine bestimmte Person nicht einigen konnte. 40
Tage nach dem Tode Gerlachs ernannte daher der Abt von Salival,
Gerard, als Commissar des Prämonstratensergenerals nach Ordensregel
den Philippus de Flamburn zum Abt von Wadgassen.
1381. Der Abt kauft von Johannes Presbyter de St. cruce (Pfarrer
von Heilig-Kreuz) größere Weinberge in Kantzheim (Canzem).
1385 mrz. 17. uf fritag nach Lätare (Halbfasten). Eberhardo von
Zweibrücken überträgt die Hälfte der Advokatie in Wadgassen an Rupert,
Pfalzgraf, da er Zweibrücken 1/ verkauft, halb ihm als Lehen ausge—
tragen. XB. Nach einer Wadg. Schrift 1792 (Verteidigung gegen
Kanzler Koch) wäre Zweibrücken und dann der Pfalzaraf Schirmherrn
von Wadgassen gewesen; es habe in der bayrischen Fehde (Herzog Aler'
            
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