Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

O. Chronik der Abtei Wadgassen.
1320. Die Güter des Klosters werden durch Kaiser Friecdrich von
Oesterreich vom Zoll in Lutra (Kaiserslautern) befreit.
1320 feéria 53 post Epiph. Seitens Metz wird die Incorporation
von Blitersdorf, Ramspach und Erbeswilre bestätigt dul—
den vorläufig die von Ommersheim und Beringen — soll später darüber
verhandelt werden.
1320, Freitag nach St. Rikolaus. Gerlach, Sohn des weiland Edlen
(armiger: Wappner) von Berrens (Berus) vergleicht sich mit dem Kloster
Wadgassen in Betreff einer Erbschaft und einiger Güter zu Bisten, in den
Bännen Bisten und Berus und wo auch immer gelegen, die der Abtei
Wadgassen von dem Kleriker Simon, dem Sohne des Ritters Godescalc
von Berus vermacht worden waren. Gerlach verzichtet auf alle Rechte,
die er auf die betr, Güter haben könnte. Original auf Pergament mit 1
Siegel von Wadgassen.
1321. Matthäus von Folklingen und Elisabeth seine Hausfrau schen—
ken dem Kloster Wadgassen alle ihre Güter zu Lisdorf. Nececrolog bei
Kremer 547.)
1323 mrz. 13 verkaufen Graf Friedrich v. Leiningen und Sophie
seine Frau dem Kloster Wadgassen „alle ihre Gefell und recht zu Liestorf
um agzig Pfund Heller.“
1323. Abt Johannes bestimmt für Greise und Schwache aus Zehnten
in Diffurten 15 Malter Weizen, wo Hadewig (zu deren Anniversar)
24 Malter geschenkt hatte.
1323 aug. 6 starb die Gemahlin Simon V. von Saarbrücken, Gräfin
Margaretha von Savoyen. Sie wurde in der Kirche zu Wadgassen
beigesetzt.
1324. Wadgassen vergleicht sich mit Hessiber Püttlingen
wegen Zehnten gegen Unterhaltung des Daches der Kirche — ent—
schieden 1680.
1325. Das Kloster Wadgassen bestimmt 10 Malter Korn von den
Gefällen seines Hofes zu Vlersheim für die Alten und Schwachen
seines Conventes.
1326. Simon von Zweibrücken-Bitsch gibt Wadgassen die Zusicherung,
daß er sie in ihren Gütern und Einkünften nicht beciuträchtigen, sondern
sie gegen alle Feinde schützen wolle. — (betrifft Burgalber Hof.)
1328. Dasselbe thut auch Simons Bruder — Eberhard.
1328. Wadgassen hat in Marsal sex refugia domos und pratoa
und Garten — sind vermiethet an Thomassen und Fran Katharine, sowie
Colmaun Neckert und Frau Kunigunde für zwei große Scheffel Salz oder
10 Gulden.
1328. Walramus II. von Zweibrücken und Simou J. von Zwei—
brücken-Bitsch ernennen den Priester Reinach von Hornbach zum Pfarrer
in Burgalben, der sich endlich verpflichtet, mit deu von Wadgassen
gereichten Gehalt zufrieden zu sein und den Convent nicht zu drängen
oder mehr zu verlangen — nach einer andern Urkunde heißt der Priester
Steiner aus Hörbach — vom Überichen der Kircheueinkünfte salle die
Hälfte Wadgassen, die andere den beiden (Grafen) zu—. Wadgassen sei Pa—
tronatsherr.
1328. Abt Johannes gestorhen.
            
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