Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

C. Chronik der Abtei Wadgassen.

Bertram von Enestorf entschieden habe, daß letzterer stets Ledigmann
der Abtei sein und hierfür Urkunde des Grafen Friedrich des Ältern
von Leiningen bringen solle; auch solle derselbe hierüber des gleichen Ur—
kunde der Stadt Agersheim dem Abte in dem Dorf Lystorf am Sonn—
tag in der Mitte des Mai (mai 15) gleichzeitig aber der Abt demselben
7 Pfund Heller nebst Urkunde aushändigen, daß Bertram Mann und im
Geleite der Abtei sei; auch solle der Abt einen seiner 3 Höfe dem Bertram
als Pension geben und beide fich wegen des Pensionspreises einigen,
andernfalls sollen Hertwich weiland Schultheiß in Wolkelinga, der Edel—
knecht Peter v. Berris, der Meier Henzo von Lutren und Wilhelm von
Roden die Pension festsetzen; daß darauf beide Teile an dem gen. Sonn—
tage in Lystorf erschienen seien, und der Abt bereit gewesen wäre, Geld
und Urkunde auszuhändigen, Bertram aber nicht im Stande gewesen sei,
die Urkunden beizubringen und sich deshalb auf ungebührliche Weise
entfernt habe. Hierbei wären gewesen Gerard Pleban daselbst, Joh.
Hurninch, Johaun neben dem Teich und Hartong, Ministeriale und
Edelknechte, nebst Hermann der Meier und die Schöffen des Orts.
Besiegelt von dem Ritter Wilhelm, Amtmann des Herzogs von Lothringen.
(M. R. IV. 375.)
1289 dez. 7. Johann und Alheide von Roden verkaufen ihre Gü—
ter in Enestorf um 16 Metzer Pfund an Wadgassen und verzichten auf
ihre Rechte an dem Weiher und der Mühle daselbst, welche das Kloster
Wadgassen zu Enestorf erbaut hat. (M. R. V. 385).
1290 inn. 1. Hartung von Liestorf verkanft Güter in Sualbach
an Wadgassen. (M. R. IV. 400).
1290 inn. 15. Thilemann von Breidenbach, Edelknecht, verzichtet
auf vermeintliche Rechte an die froinda genannter Güter bei Werbeln
zugunsten von Wadgassen, welches diese Güter schon mehr als 40 Jahre
besitzt. (M. I. 1V. 400).
1290. Wilhelm von Zinc schuldet Wadgassen 71/5 Soliden.
1290. Papst Nicolaus IV. erlaubt den auf Reise befindlichen Reli—
giosen der Prämoustratenser alles zu essen.
1291 wrz. 7. Jakob von Warsberg, Bruder des Boemund, Erz—
bischoff von Trier, vermacht Wadgassen, wohin er begraben zu werden
wünschte, den Zehnten in Wilre — Metzer Diöcese —; dasselbe bestä—
tigen (mrz. 9.) seine Witwe und Sohn. Besiegelt von Ludewich, Dechant
von St. Arnual, und Theodorich in Homburg. (M. R. IV. 420)
1291 mai 13. Die Eheleute Anselnt und Demela von Merzig ver—
kaufen ihre Besitzungen in Enestorf an Wadgassen. (M. R. IV. 424).
1291 mai 30. Ebenso verkaufen die Eheleute Johann und Ida von
Lydingen ihre Besitzungen in Enstorf dem Kloster Wadgassen für 6
Prund 10 trier. Soliden.
1292 seh. 2. Wadgassen vertauscht sein Gut zu Freimersheim
an Raugraf Emich ete. gegen ein anderes an der Saar.
1292 seb. 11. Wirich von Dune ete. (siehe 1278) vergleichen sich
mit Wadgassen wegen der Saline in Breithen und wegen Titelsheim;
Walram, Graf von Zweibrücken, und Johann von Lichtenstein wurden zu
Schiedsrichtern ernannt, welche die Zwistigkeiten zu beiderseitiger Zufrie—
denheit beilegten.
            
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