Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

C. Chronik der Abtei Wadgassen.
Abt Henricus 1260 1269.
1260. Auf Reinerus folgt Henricus. (Annales.)
1261. Johann von Escheswiler hat einen Jahreszins au Wadgassen
vermacht, — Boemund von Grimberg genehmigt als Lehnsherr die Schenkung.
1261. Reiner, miles de Lisdorf (Kremer S. 336.)
1261 jul. 18. Everard, Herr von Sydendorf zu Saarbrücken, schenkt
Wadgassen einen Teil seiner Güter in Gereswilre. (Gersweiler a. Blies).
(M. M. III. 382).
1262. König Richard (v. Cornwallis) genehmigt, daß der Abt von
Premontré das kaiserliche Spital in Hagenau den Wadgassern zur
Verwaltung übergibt. (J. R. III. 409).
1262 nov. Wirich v. Syneim und seine Frau Elyzabeth verkaufen
mit Consens ihres resp. Bruders und Schwagers, des Ritters Herbert,
dem Kloster Wadgassen für 130 trier. Pfund ihr halbes Dorf Hayken
(Höchen). (V. RK. III. 412.)
1263. Stephan von Neuhausen vertauft Wadgassen seinen halben
Hof zu Budersdorf bei Moresberg mit der Verpflichtung, daß das
Kloster, in dem er begraben sein will, nach seinem Tod 100 Pfund an
die Testaments-Executoren auszaähle.
1263. Betreffs der Propstei Merzig entnehmen wir der Metro—
polis, daß der Trierer Erzbischof Heinrich von Vinstingen zu dem dritten
Teile des Zehnten, den die Wadgasser Propstei Merzig wegen der Leitung
der dortigen Pfarrei schon seit 1182 bezog, noch die zwei übrigen Teile
hinzufügte unter der Bedingung, daß die (Merziger) Klostermönche zwei
Pfund trierischen Geldes dem Erzbischof daraus zahlen sollten. Indem
er ihnen nun auch das Patronat jener Kirche übertrug und sie von jeg—
licher Gerichtsbarkeit der Obern ihres eigenen Ordens ausnahm, gab er
ihnen auch das Recht, wann immer Vernunft und Gebrauch (Notwendig—
keit) es erheische, den Abt aus ihrer eigenen Gemeinschaft zu wählen.
(Metrop. II. 33.)
1264. Wadgassen bekommt vom Kloster Glandariensi (Lubeln) Entz—
heim; es mußte ihm aber jährlich zahlen 100 solidi Metzer Währung.
1538 kaufte sich das Kloster von der Rente um 1200 Lothringer
Franken los.
1264. Reiner von Lisdorf Ritter und Burgmann der Gräfin Lorette
von Saarbrücken. (Kremer S. 340.)
1264. Udor v. Mora, Kämmerer des Grafen Fr. v. Hohenberg,
verkauft Wadgassen für 28 Soliden seine Renten aus des Klosters Hofe
in Wolveswilre.
1264 dez 24. Ennecho von Leiningen verzichtet auf seine Ansprüche
an die von dem verstorbenen Stephan von Neuhaus an Wadgassen ge—
schenkte Hälfte von Budersdorf und verpflichtet sich, das Kloster in
diesem Besitze zu schützen.
1265. Das Benediktinerkloster Selsen (Speirer Diöcese) verkauft an
Abt Hanrich von Wadgassen 5 solidi Zinsen im Dorfe Guerswilre
(Metzer Diöcese) für 4 Metzer Pfund.
1266. Das Wormser Domcapitel bestätigt Wadgassen die von Bischof
Lupold geschenkten Kirchen St. Michael und St. Martin in Bockenheim.
            
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