Graf Wilhelm Ludwig. 1627- 1640.
537
uff Lichtneß: Wadgassen 19 Gulden 5 Batzen
Buß 15 —4
Enshein 2— 524
uff Bartholomaei: die Wadgassen'schen Orte — 58,
Rach dem Contribntiousregister von 1625 hat Wadgassen gegeben am
Freitag 18. März pro J. Woche: Das Kloster 538 Reichsthaler, die Unter—
thanen der Pfarr Wadgassen und Buß 20 Reichsthaler; am 25. März
pro II. Woche: Das Kloster 20, die Pfarr Wadgassen und Buß auch
20 Reichsthaler. Gegen Ende 1624 waren Cronenbergische Völker, welche
zur Besatzung der Pfalz gehörten, in die Grafschaft Saarbrücken eingerückt.
Im folgenden Jahre lagen hier mehrere kaiserliche Regimenter — unter
andern das Cornutenbachische, das Schmidtsche und Cratzische Regimeut —
im Quartier, wahrscheinlich weil, wie A. Köllner sagt, sie die Pfalz aus—
gefressen und sich dort nicht mehr erhalten konnten. — Die Städte St.
Johann Saarbrücken (und im selben Verhältnis jedeufalls auch das Land)
mußten „des im Lande liegenden Kriegsvolkes halb“ wöchentlich 250
Reichsthaler aufbritgen. Im Jahre 1626 hatte die Pest sich ins Saar—
brückensche verpflanzt; die Kriegssteuer wurde forterhoben, desgleichen
auch 1627.
Nachdem im April 1627 vier Compagnien des Fuggerschen Regiments
im Nassauischen und Westrich und gleich darauf etliche Compagnien Pap—
penheimischen Volks zu diesen ins Quartier gerückt, sind die ECratzischen
Regimenter noch dazu gekommen, obwohl die armen Leute selbst kein Brot
gehabt. Von diesem Eratzischen Freicorps fielen im Frühjahr 1627 zwei
Regimenter unter dem Befehl der Obristenlientenants Gerskopsky und
Orsbeck in die Lande des Grafen Ludwig, d. h. in die Grafschaft Saar—
hrücken, Ottweiler, Kirchheim, Homburg und Saarwerden, ein. A. Kölluer
führt nach einent alten Bericht die Bestandteile dieser Regimenter mit
Namen an. (A. Köllner 254). Von diesen Regimentern lagen in der
Grafschaft Saarbrücken und unmittelbar um beide Städte folgende Com—
vagnien:
1. Obrist-Leutnant Orsbeck: in Malstatt, Burbach, Gersweiler, Otten—
hausen, Dutweiler, Sulzbach, Scheid.
Elias Lang: liegen in Fraulautern, Heusweiler, Hirtel, Numborn,
Laubach, Wahlschied, Quierschied, Berschweiler, Holz, Bitsch, Dils—
burg und Hilsbach.
Schwanenberg: Schwalbach, Elm, Sprengen, Derlen, Knausholz,
Walpershofen, Niedersalbach, Kurhofen, Herfenbach, Rittenhofen,
Cöln, Sellerbach, Straßen, Engelfangen, Güchenbach, Überhofen und
Etzenhofen.
k. Horion liegt zu Buß, Fölklingen, Fürstenhausen, Werden, Geislau—
tern, Kupferhütt, Eisenhütt, Ludweiler, Naßweiler.
Anton Thorséke, liegt im Lehen (d. h. Forbach, Speichern, Alstingen,
Heßlingen und Zinsingen), zu St. Arnual, Güdingen, Brebach,
Fechingen und Bischmisheim.
Aus dem Gebiet von Wadgassen liegt folgende Schadensnachwei—
Ang vor: