Die Wadgasser Pfarreien.
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I635. Ab anno desolationis se. 1634 & 1635 ot sub sequentibus
multa mala successcrant
1659 War die Einnahme und Ausgabe der Oberkirch 50 Gulden 8 Albus.
1728 wurde von Meyer und Cons. an Wiesenpacht zalt 25 Rthlr.
1732 Wurden die 8 Fuderplätz in der Oberwies versteigt, sie liegen alle
in Hostenbach.
1732 sind die 3 Fuder Wiesenplatz in der Wagwies und Gilcher Auw
auf dem Werder Bann zur „schär“ verlassen worden auf1 Jahr
für 19 Gulden au Joh. Ahr von Dieferten durch den Brudermeister
Joh. Renkes zu Dieferten.
(Aus den Einnahmen dieser Kirche, welche sich höchsteus auf 304,
beliefen, wurden alle Bedürfnisse und Utensilien der Kirche bestritten 71.)
Das Verzeichnis der Güter der Pfarrkirche, Oberkirche genannt,
führt auch und zwar zuerst den Titel „Kirchenrechnung von Hosten—
bach.“ In einer andern Rechnung der Oberkirche steht: den 7. Ja—
nuar 1691 hat der Bruder Meister der Kirche in der „Pfarr Hosten—
bach“ (ver)gelehnt aus barem Speciesgeld dem Hans Adam Low
von Schaffhausen 8 Reichsthaler. Jede Thaler 60 Französische
Sol, gibt Unterpfand éte. ete. dergestalt, daß gemeldete Pfarrkirch
sich kann daran ergreifen.
Es ist also daraus ersichtlich, daß die Pfarr Oberkirch auch die Kirche
in der Pfarr Hostenbach genannt wurde.“
Dem Artikel über die Pfarrei Wadgassen entnehmen wir der Geschichte
der Pfarreien von de Lorenzi noch folgendes: „Die Pfarrei Wadgassen
mit der Filiale Schaffhausen und der jetzigen Pfarrei Differten wurde
1569 visitiert. Patron der Pfarrkirche war damals die allerseligste Jung—
frau, Pfarrer der Abt. Die Pfarrkirche lag unfern von der Abteikirche
und wurde von dort aus versehen. Sie hatte drei Altäre. Die österliche
Kommunion wurde in der Abteikirche empfangen. Ein Mitglied des Con—
vents war mit der Seelsorge beauftragt. Die Schule war gut besucht.
Ein eigenes Pfarrhaus ist selbstverständlich nicht vorhanden gewesen.
Vor der Aufhebung des Klosters war die Pfarrkirche baufällig, und
man verlegte deshalb den Pfarrdienst anfänglich in die Abteikirche.
Später wagte man nicht dieselbe für die Pfarrei zu reklamieren, aus
Furcht vor den bedeutenden Kosten der Unterhaltung. Im Jahre 1800
wurde die Abteikirche, welche erst 30 Jahre gestanden hatte und mit den
Türmen 900 Fuß hoch war und 7 Altäre, 8 Glocken und 14 Säulen
hatte, zum Abbruch verkauft. Von 1800 — 1807 benutzte man deshalb
das ehemalige Krankenhaus der Abtei zur Abhaltung des Gottesdienftes.
Im Jahre 1806 wurde der Bau einer neuen Kirche auf dem Fundament
der alten Pfarrkirche begonnen und vollendet, der Pfarrer wohnte aber
in Schaffhausen, und die Pfarrei erhielt sogar den Namen von dieser
Filiale. Die neue Kirche hatte drei Altäre, aber nur eine Glocke vom
Jahre 1470.“
56. Die Pfarrei Waldmünster.
Ein Tauschact vom 2. April 1683 ist u. a. auch von Pr. Norbert
Elentz, Pastor zu Waldmünfter unterzeichnet. ˖ Besondere weitere Nach—