48 P. Das Kloster Wadgassen im Dienste der Menschheit.
hindurch nur Weltgeistliche in Saargemünd gefunden werden, die aber
vom Abte präsentiert und abberufen wurden, wie das hervorgeht aus dem
nachfolgenden
Schreiben des Pfarrers Johanes Laurentius zu
Siersthal (Siegersdall) an Abt Claudius zu
Wadgassen (1579—- 1607).
Dem howürdigen vnd andechtigen geystlichen Herrn, H. Claudio wolwurdigen
Apt des loblychen gottes Hauß Wadgassen meynem lieben getrewen Vatter vnd
Patronen in Christo Ihesu zu erbrechen,
Ihesum Christum et hunc circumcisum Salutis loco (d. h. wörtlich: (Ich
sende oder wünsche) Ihnen Jesus Christus den Beschnittenen (Gottessohn) an
Stelle eines Grußes) mit sampt meynem andechtigen gebet Zu gott 88 zu ieder
Zeytt. 88 schrybens habe ich empfangen Welches datirt den 4. January: erst
lich belangendt der resignation meyner geweßner Präbendariat. Ich mir gar
nit beschwer sunderum schicken ich 8. 8. auß meynem freyhen Wellen mit Zuygen
deses briebs die empfangene Präsentation von Apt Adam selig mit Danksagung
vnd erbietung meyns vnderthenigen Dienst gegen 8. 8. mit sampt allen eweren
Eminentz genossen: pittende 8. 8. wollend Wihe Zu Oenßheym abgeredt
gnediglych mit meynem abscheydt vnd vrkundt bedenken daß ich 8. 8 p fedrles
manus resignert hab Will ich Zu ieder Zeytt nit mögenn gegen gott wo nun⸗—
glych verdienen.
So vil aber deß inkomens belangt der newen Capellen weyß ich ewer 8.
nicht ander zu berichten laut der Siegellen brieb als erstlich auff festen Re—
migy zu Duß (Dienze) pension fallende alle Jar .60. frank. Auff festen Martini.
81. gulden zu pitsch alle Jar pension jeden gulden zu .15. batzen. Auff alle
Winnachten Ipo Stephani .-. Gulden zu Sargemündt auf dem schloß den
gulden zu .26. albus. Auß dem garkenzinß 6. oder .7. gulden vngeferlich,
Noch .227. gulden Jarlych pension so ettliche fellig, auff purificationis bte.
marisevirginis, etlych auff ostern, etlych auff Joh. baptiste, et etliche Zinß Auff
Martini; von der Frucht: anff dem galgen Bann wie er von gemynd genent
wirdt an landt garb 5. malter .4. faß .2. mulster. Auff dem alten Reben,
Bann, der ketz gnent wirt den newen Ban(n), an landt garb .13. malter .4.
faß 6. mulster. Alle Jar zu nußwiller, vnd Himmeling auß den Zehenden
gehet auff vnd ab etwa .12. malter etwa .11, malter auch anderweylen .10.
malter 4. faß. An Hawarx .86. Enger (2). Deses alles ist beweyßerlich. gott
gab, H. Jacob sag was er will Hat mir mehr geleugnet daß andere H. mit—
lerzeit verthetigen thun, dann er nit mit mir gehandtlet seyner versprochner
wortten gemäß, So vil deße vorgemelter zinsen hab ich alles zum halben ge—
habt. Aber es geburt kein pfarherr zu Sargemund meher dann ein präbend
außer erstgenanten Collatores auß welchen er soll daß mißbrott Win lichter
bestellen vnd dem Cappellan der den Cantzel betritt seinen Willen machen, aber
Jacob hat ein so weytt gewissen daß der aller grobst bau(er) im landt mit
einem geladene Hevwagen dadurch faren aber 8. 8. solchs in eweren Annalis
woll kaum finden de annexa präbenda.
Von deser vorgemelten einkommens muß man die schatzung erleggen ist meyn
theill gewesen 20 franken, vnd bottenlohn wann man daß gelt zu Duß vnd
bitsch holen laß. Ich wehr selbst mit nickel Kommen letz nit weychen etlych
anredent. Halben vitt. 8. 8. ir wollendt nickel meyn abgescheydt geben will