Die Wadgasser Pfarreien.
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laubnis zu diesem Vorhaben. Der Plan kam indessen zu Klosterzeiten nicht
mehr zur Ausführung.
Aus der Reihe der Patres, welche in Lisdorf als Pfarrer thätig
waren, bezeichnet de Lorenzi die folgenden: 1289 Gerard Pleban; 1618
Jacob von St. Wendel; 1657 Reiner Greff; (1685 Norbert Elentz);
1698 1704 Phil. Hurdt; 1704 -05 X. Scholtis; 170508 Walther
Marx; 1709 — 10 Phil. Zell; 1710 —515 R. Ebentheurer; 1718 Peter
Graach; 1718 —æ59 Emmer. Graach; 175974 Claud. Eydt; 1774 - 79
Pet. Schmitt; 1779 —85 Nik. Hammes; 1785—91 Joh. Lutz; 1801 - 04
Joh. Lutz.
36. Die Pfarrei Merchingen bei Merzig.
Über Merchingen entnehmen wir der Geschichte von de Lorenzi, daß bei
der Visitation des Landkapitels Merzig von 1657 „Mörchingen“ zuerst als
Annexe von der Propstei Merzig aufgeführt wird. Auch später bis zum
Eude des 18. Jahrhunderts versah ein Prämonstratenser aus Merzig in
der Kapelle der h. Agatha zu Merchingen den Gottesdienst und die Seel—
sorge; die Ostern mußte aber jeder Einwohner in Merzig halten. Bei
der Visitation von 1739 befand sich weder ein Tabernakel noch ein Ci—
borium in der Kapelle. Der dieustthuende Geistliche bezog ein Drittel
des Zehnten.
37. Die Pfarrei Merten und Biblingen.
In weltlicher Hinsicht bildeten die Orte Merten und Biblingen eine
Wadgasser Vogtei. In dem Artikel darüber, (siehe oben S. 273) finden wir
auch manches über die kirchlichen Verhältnisse mitgeteilt. Wie die Abtei
in den alleinigen Besitz des Kollations- und Zehntrechtes gelangt ist, haben
wir nirgendwo ermitteln können. Merten hatte der Abtei Herbitzheim
angehört und kann nur in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts an Wad—
gassen gekommen sein. Köllner bezeichnet für 1630 einen Georg Schwartz
zu Merten als Priester von Wadgassen und für 1709 Dominicus Huwer
als Pastor zu Merten. 1759 und 66 war Pr. Petrus Steichen aus
Wadgassen Pastor in Merten und Biblingen. Die Abtei blieb in Aus—
übung der Seelsorge daselbst bis zu ihrem Ende. Außer einer Grund—
rente bezog das Kloster Wadgassen die Hälfte des Zehnten, die jährlich
37 Quart Gerste ertrug.
38. Die Pfarrei Merzig.
Zur Geschichte dieser Pfarrei schreibt de Lorenzi: „Erzbischof Albero
(F 1152) übertrug die Seelsorge der Pfarrei Merzig den aus der Abtei
Sprenkiersbach dahin berufenen Augustiner-Mönchen, für welche er mit
Hilfe des Abtes Richard ein Kloster errichtet, und denen er bedeutende
Güter und die Kirchen von Raildingen, Harledengen, Bueze (Bietzen)
und Fremmerstorf nebst 153 des Zehnten überwiesen hatte. Erzkischof
Hillin bestätigte 1153 diese Anordnungen seines Vorgängers und ver—
mehrte dessen Schenkungen mit den andern 253 des Zehnten und der
Kirche zu Villaris (Düppenweiler). Leider eutsprach die Wirksamkeit der
Augustiner-Mönche durchaus nicht den auf sie gesetzten Erwartungeu.