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E. Das Kloster Wadgassen im Dienste der Menschheit.
Die Fron Güther — Biens de Corves — in Kleinblittersdorf
bestehen in 44 Journaux (Morgen) Acker und 8 Fuder Heuwachs.
starb Fr. Reiner, Vicarius in Großblittersdorf. Der Abt zu
Wadgassen als zeitlicher Passtor Primarius und auch vermöge Pa—
tronatsrecht bestellt 1628 den Fr. Johann Norbert Buoß zum
Vicarius daselbst, gegen den sich die Pfarrkinder etwas auflehnen.
Der Zehenden zu Kleinblittersdorf und Auersmacher nennt sich Koch—
linger Zehenden. Das 8etloster Wadgassen oder wenigstens die
Pfarrei Großblittersdorf hatte auch den Zehenden in Großblitters—
dorf. Dies erhellet aus den: „Gravamina habender Gerechtigkeit
derer Zehenden zu Großblittersdorf, Kleinblittersdorf Kochlingen)
und Augersmachern darzu Wadgassen befugt und bercechtigt.“
Hieran haben Auteile der Herzog von Lothringen und Graf Grakz.
(Wadgassen hat in Groß-Bliederstroff das jus patronatus samt
dem halben großen Zehnten, welcher aber dermalen Herr Pastor
pro compoetentia bezieht. — Ensh. Hebreg. S. 338.)
Der Gratzische Rentmeister verordnet, ohnerachtet Lothringen nichts
in Kleinblittersdorf am Zehendschwein zu ziehen hat, daß die zwei
Zehendschwein in Geld und nicht in natura geliefert werden sollen.
wurden die Einwohner von Großblittersdorf von den spanischen Sol—
daten aus Luxemburg überfallen und gebrandschatzt für 1000 Rthaler.
Pastor Norbert daselbst schließt Verträge mit den Soldaten ab.
Georg Barthel Schlosser, Pfarrer in Saarbrücken und A. Marg.
Schwarzerd Ehefrau verkaufen an den Abt Peter Marx zu Wad—
gassen eine Rente von 8 Qnart Früchten, nämlich 2 Waitzen,
2 Korn und 4 Hafer, angewiesen auf den Zehenden in Blittersdorf,
Verkäufer, welche diese Rente von Joh. v. Kerpen, Herr von Il—⸗
lingen um 46 Ecus blanes erhalten hatten, setzten zum Unterpfand
und Garantie für gedachte Rente — ihr Haus in Saarbrücken.
Nach dem Saarbrücker Propstei-Register beträgt der Schafft zu
Kleinblittersdorf 8 Malter.
17483. Von dem Zehnten zu RKleinblittersdorf erhält das Kloster zuerst
die Hälfte — von der übrigen Hälfte wieder !/ß, der König (Stanis⸗
laus von Lothringen) *4; die */4, welche das Kloster erhielt, be—
trugen an Weitzen, Korn, Hafer und Gerste zusammen 183 Quart.
1748. Im selben Verhältnis gegen den König, sowie in der Qualität
erhält das Kloster aus dem Zehnten in Auersmacher 226 Quart.
1745 am 29. August wurde über den Bau einer nenen Pfarrkirche in
Großblittersdorf verhandelt; als Collator und Zehntherr wurde
Wadgassen verpflichtet das Chor und das Schiff der Kirche neu
zu erbauen.
Das Schiff sollte 48 Fuß breit und 70 Fuß tief —
das Chor „ 26, , 29, , werden.
1748 am 6. März wurde der Bau der Kirche durch das Kloster be—
gonnen und 1749 vollendet; der Bau kostete 2606 Thaler —
französisch Geld — also ä 3 fr. — 7818 Livros.
Laut Schreiben des Provisors Eidt war zu dieser Zeit der Canonikus
Schultz aus Wadgassen Pastor in Großblittersdorf.
1618.