Die Wadgasser Pfarreien.
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Pfarrkompetenz 1796 bestand in 73 Morgen, welche an verschiedene Teil—
haber verlassen waren, und im kleinen Zehnten, der für die Unterhaltung
des Fasselviehes dem Pfarrer bewilligt war.
15. Die Pfarrei Eyweiler.
„Am 21. October 1575 wurde die Reformation in Eyweiler gewalt—
sam eingeführt, und am 21. Januar 1576 aus den Pfarreien Eyweiler,
Heusweiler und Walschied eine Pfarrei der augsburgischen Konfession ge—
bildet. Nach mehr als hundertjähriger Unterdrückung des kath. Kultus
setzten die Frauzosen 1684 im Reunionskriege die Katholiken in Eyweiler
in ihr altes Recht und insbesondere in den Besitz der Pfarrkirche wieder
ein. Die Patres von Wadgassen übernahmen zunächst den Gottesdieust
und die Seelsorge, obgleich die Pfarrkirche infolge der Einziehung aller
Güter und Zehnten völlig mittellos geworden war. Bald darnach ver—
langten aber die Fürsten von Saarbrücken von dem Trierer Erzbischof,
wieder in ihr altes Kollationsrecht eingesetzt zu werden, und nach langem
Streiten gestand ihnen endlich Erzbischof Franz Ludwig (17 16—29) dieses
zu. Dadurch waren die würdigen Väter von Wadgassen von aller pfarr—
amtlichen Thätigkeit in Eyweiler ausgeschlossen.“ — de Lorenzi.
Das Kloster Wadgassen besaß vor der Reformation keinerlei kirchliche
Rechte in Eyweiler. Wenn nun trotzdem Bärsch behauptet, daß demselben
das Patronat in Eyweiler zustand, so wird damit nur bewiesen sein, daß
der Abtei dieses Recht in der Reunionszeit übertragen worden ist und daß
ioch 1716, auf welches Jahr sich die Augaben Bärschs hauptsächlich be—
ziehen, die Mönche von Wadgassen die Seelsorge in Eyweiler versahen.
Die Gewinnung dieser Pfarrei durch die Prämonstratenser war wie die
Wiederherstellung verschiedener anderer Pfarreien in der Reunionszeit eine
Art Missionsthätigkeit bis dahin, daß die katholischen Pfarrverhältnisse in
der Grafschaft Sadarbrücken wieder geordnet waren und die Pfarrstellen
auch wieder mit katholischen Weltgeistlichen besetzt werden konnten.
16. Die Pfarrei Felsberg.
Der Ort (Neufelsberg) hieß ursprünglich Pour à chaux von den
Kalköfen, welche an der Stelle des jetzigen Dorfes für den Bau der
Festung Saarlouis 1680 angelegt wurden. Die Kolonie, welche sich bald
hier bildete, erbaute um 1718 eine Kapelle zu Ehren des h. Martinus.
Dieselbe wurde von einem der Geistlichen in Berus, wohin die Bewohner
eingepfarrt waren, versehen. — Der Vertrag von 1766 ist u. a. auch
unterzeichnet von FPr. N. Oberländer, Kirchendiener zu Felsberg.
Eine Burg und ein Rittergeschlecht von Felsberg werden schon im 13.
Jahrhundert erwähnt. Ich halte es daher für sehr wahrscheinlich, daß
das heutige Oberfelsberg, früher Altenfelsberg genannt, eine sehr alte
Ansiedlung ist, die unter dem Schutze der Burg (Teufelsburg) stand und
wie diese nach Berus eingepfarrt war.
17. Die Psarrei Fremmersdorf.
In der Schenkung, welche der Erzbischof Albero von Trier (1132 bis
1152 dem in Merzig deugegründeten Kloster der Auaustiner machte. war auch