Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

Ausgezangene und nicht genau bestimmbare Orte ꝛc. 299

3. Berbach. Chronik: 1191. Vermutlich Bierbach bei Blieskastel.
4. Berenbach. Chronik: 1298. Waͤhrscheinlich Bärenbach bei
Meisenheim.
5. Brede oder Bretten. Chronik: 1271, 78, 92; 1300. Der
Ort wird auch Breithen und in Verbindung mit Dittelsheim genannt, von
dem er eine halbe Stunde entfernt lag. Demnach wäre die Lage in
Rheinhessen zu vermuten, woselbst cin solcher Ort jedoch nicht mehr existiert.
Man ist daher geneigt, an Bretten in Baden zu denken.
6. Curberen. Chrounik: 1179, 91*2, 97; 1200, 2522. Der
Wadgasser Annalenschreiber hält es (wiederholt) für Coume. Daselbst in
unmittelbarer Nähe liegt Gertingen, welcher Name wohl auf Geveldingen.
Gebeldingen und Guerbedingen zurückgeführt werden könnte, und in Ver—
bindung mit diesen wird Curberen oft genannt. Dem widerspricht aber,
daß die ältesten Urkunden den Namen Coume mit Beringen wiedergeben,
Köllner hielt das Kerprich an der oberen Saar für Curberen; Ruppersberg
setzt Kerbach bei Forbach dafür. Auf keinen Fall ist es Kerprich-Hemmers—
dorf, weil das einem Grafen vom Elsaß doch wohl zu entlegen war.
7. Ceppemberch. Chronik: 1197. Nach dem Mittelrh. Urkunden—
buch II. 518 ist es ein Flur bei Haustadt.
8. Geveldingen: 1225, Gebeldingen: 1235, Guerbedingen: 1246,
Gevbeldingen: 1278. Vergteiche die Nr. 6. Ich halte eher dafür, daß
es Gertiuigen ist, als Geblingen bei Saaralben oder Gueblange bei Gissel—
fingen, Kreis Chateau-Salins.
9. Gesenheim. Chronik: 1359. In Verbindung mit Kindeuheim
bei Bockeuheim genannt. Vielleicht ist es Hesenheim, das nachmalige
Essenheim bei Niederolm, Rhein-Hessen.
10. Habechesthal (Havestal). Chronik: 1152, 79, 97; 1220,
25, 28. Nach den Papsturkunden scheint es bei Bredebach (Brebach)
gelegen zu haben.
11. Hatweiler. Chronik: 1279, 81. Der Klosterkatalog hat Harz—
weiler (an der obern Saar), nicht Hatweiler. Ruppersberg hält es für
Jägersburg bei Waldmohr, welches früher Hatweiler genannt worden sei.
12. Halmugin. Chronik 1249. Kein Anhalt zur Bestimmung
gegeben.
13. Heseningen (Haseningen). Chronik: 1152, 79, 97. In
keinem Ortschaftsverzeichnis zu finden.
14. Hetdenetheim. Chronik 1152. Nach der Urkunde im Bistum
Worms gelegen. Heddesheim bei Kreuznach, Hernsheim bei Worms oder
Hedensheim, später Stadecken genannt, in Rheinhessen —?
15. Hildemansweiler. Chronik: 1179. In der, Urkunde als
bei Kinderbura (oder Rinderbura siehe Nr. 17) gelegen bezeichnet, ist
keiner dieser Orte heute mehr vorhanden.
J 16. Hundesboru. Chronik: 1174,85. Hundsbach bei Meisen—
heim, Hunsbach bei Weißeuburg — ?
17. Kinderbura oder Rindibura. Chronik: 1141, 52, 79,97;
1232. Die beiden Namen bezeichneten nur einen Ort in der Pfarrei
Ramespach (Heckenransbach), der heute nicht mehr existiert.
. 18. Kirwihra. Chronik: 1179, 97. Kirrweiler bei Maikammer—
Pfalz, oder Kirrweiler bei Saaralben — VLothringen.
            
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