Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

c

D. Die Herrschaft Wadgassen.

h. Ergärtzende Mitteilungen.

Die Wadgasser Besitzungen in der Pfalz bildeten drei große Gruppen
um 1. Ensheim, 2. Kaiserslautern-Waldfischbach und 3. Vockenheim. Ein
ähnlicher Centralpunkt wird auch Hagenau bei Straßburg gewesen sein.
Bexbach. Die in der Chronik 1304 erwähnte Wiese am Faulenbach lag
bei Bexbach, denn im Jahre 1296 scheukt derselbe Heinrich von Thedingen
die Mühle am Fulenbach bei Bexbach dem deutschen Orden zu Saar—
brücken. — A. Köllner.
Burgalben und Kaiserslautern: Im Klosterkatalog zweite
Schachtel Nr. 38 steht folgende Bemerkung: „Die bürgalber collatur zehnt
und andere Güther daselbst, welche Unter abten beres Johaun — Reinard
grafen zu hanau anno 1615 um 2809 H. verkauft worden; und das Hof—
gering, scheuer und übrigen Hoffgering in anno 1619 um 1100 . Hrn.
Philipp Ludwig pfalz verkaufte klösterliche Hauß zu Kayserslautern.“
In Heckendalheim bei Ensheim erhielt das Kloster aus dem
Zehnten 110 Quarten — 55 Maller Früchte.
Zu Ommersheim ertrug der Zehnten an Roggen, Weizen und
Hafer zusammen 270 Quarten Malter; in Oberwürzbach nur
16 Malter.
In Ommersheim, Dalheim und Oberwürzbach hatte Wadgassen ?“,
des Neubruch-Zehnten, der aber vom Grafen von der Ley turbiert worden,
deshalb Proceß am Reichskammergericht.
Von Ormesheim sind die Wadgasser Rechte bereits oben (siehe
Vogtei Eschringen) dargelegt worden.
Vom Sitzweiler Hof bezog Wadgassen 8 Quart Früchte. Die
Güter lagen auf dem St. Jugberter, Rohrbacher und Spieser Bann:
Sitzweiler und Wolfersheimer Hofgut à 4 Quart oder 2 Malter.
Bei Spiesen lag eine Sitzweiler Mühle, welche heute nicht mehr
existiert. Kölluer.
Waldfischbach und Heltersberg. 1745 am 30. September
wurden in dem der Abtei Wadgassen gehörigen Bitscher-Dinkelberger Wald
241 Stück Holländerholz, das Stück zu 4H. 15 albus verkauft, thut
1084 . 15 albus, wobei in den Kauf gegeben wurden 5 Stück. Das
Stock-Geld betrug 67 f. 22 albus. Dieser Wald lag im „Haltersberg“
im Bitscher Wald, im churpfälzischen Gericht Waldfischsach. Den 9. Fe—
bruar 1744 waren an den Kaufmann Rettig aus Kaiserslautern 272
Eichenbänme à 5 Gulden Reichsgeld verkauft worden — und noch in
40 Morgen angeschlagen 38 bis 40 Bäume. — Köllner.

5. Ausgegangene und nicht genau bestimmbare Orte, in deuen
Wadgassen begütert war.

1. Berge. Chronik: 1232. Vermutlich das ausgegangene Torf
Berge bei St. Gangolph-Mettlach, oder Bergen auf dem Hochwalde. Nach
Chronik: 1218 könnte es auch Schloß Berg bei Remich sein.
2. Bunhole. Chronik: 1232. Kein Ortschaftenverzeichnis enthält
diesen oder einen ähnlichen Ramen.
            
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