Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

296

D. Die Herrschaft Wadgassen.

Geblingen. In Val de Gueéblange betrug (1693) der Zehnten—
anteil des Klosters 212 Quart Früchte — 106 Malter. — Köllner.
Klein-Ebersweiler. 1744 waren die Wadgasser Güter zu Klein—
Ebersweiler dem Vicar von Valmont zugeschrieben, wie auch das Haus.
1756 war Martin Scheque Fermier (Pächter) de L'Abbaye de Wad—
gassen à Petit- Pbersweiler.
Kappelkinger. Nach Köllner besaß das Kloster zu Kigner, zwischen
Insmingen und Geblingen eine Rente von 4)9 Quart — 20 Malter.
Kochern. Nach dem Prästationsregister (c. 1785) hatte Wadgassen
allda eine Wiese, Brüel oder im Langborn genaunt, so Niclas Decker für
15 Thlr. Lothr. jährlich in Bestand hat.
Lanningen. Der Lanninger Hof auf Banu Lanningen in der
Nähe von Fremersdorf und Altrippe ertrug dem Kloster 260 Quart
Früchte — 130 Malter. — Das Landingen, welches 1442 und 1467 in
Verbindung mit Fremersdorf genannt wird, sowie das Lendlingen, auch
Lendelvingen, welche die Chronik erwähnt, sind wohl hierher zu beziehen,
obschon es auch ein Landingen bei Lörchingen im Kreise Saarburg gibt.
Leyweiler. Das Wadgasser Gut daselbst brachte 9 Malter halb
Weizen und halb Hafer.
Nußweiler und Hündlingen. Wie aus dem Schreiben des
Pfarrers von Siegersdall (Siersthal bei Enchenberg Krs. Saargemünd)
an Abt Claudius 1579,1607 hervorgeht, bezog das Kloster aus dem Zehn—
ten zu Rußweiler und Himerling (offenbar Hundlingen) durchschnittlich
11 Malter Früchte und an Heu 36 Fuder jährlich.
Püttlingen, Hierselbst befand sich seit 1418 die Wadgasser Zehnt—
scheuer oder das sogenannte „Kellereihaus“, worin der klösterliche Ver—
walter wohnte. Dasselbe ist jetzt zu einem Geschäftshause umgebaut und
stößt mit der Hinterfront fast unmittelbar an die Kirche. Eine alte Garten—
mauer mit Thür, welche zur Kirche führte, ist noch aus der Klosterzeit
erhalten. — 1618 bestellte das Kloster den Matthias Freysdorf zum
Verwalter in „Hasen-Püttlingen.“ Derselbe erhielt zu seinem Unterhalte:
13 Malter Weizen, 13 Malter Hafer, 5 Malter Hafer zur Haltung von
Stier und Eber, 10 Franken, Hühner und Kapaunen, kleine Zehnten in
Püttlingen und in der Pfarrei Rohrbach, freie Wohnung im Kellereihaus,
zwei Gärten dazu gehörig, eine Wiese in Rohrbach — Hobewiese — ge—
legen bei der Hechenmühle, endlich 2 Morgen Land auf Püttlinger Bann. —
1761 wird Johann Schmidt Nentmeister der Abtei zu Püttlingen genannt,
welcher durch einen Notar Weber Hofgüter und Zehntgefälle der Umgegend
verpachten und versteigern ließ.
Rohrbach bei Saargemünd. Die Urkunde von 1179 erwähnt ein
Allodium in Burchrohrbach; die Urkunde von 1197 gibt dafür Brucherbach.
Ruppersberg verumtet in dem letzteren Worte eine Verstümmlung des
ersteren und hält beide für das Rohrbach bei Sgargemünd.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.