Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

D. Die Herrschaft Wadgassen.
8.) „Jungfer-Liesen-Gut.“ Dieses gibt jährlich drei Quarten Korn
und so viel Hafer Saarbrücker Maß, 4 Pfund Wachs und 4 Kappen.
9.) „Schellers-Gut.“ Dieses gibt jährlich ein Quart Korn und
soviel Hafer, ? Pfund Wachs und 2 Kappen.
10.) „Bübengüter.“ Diese geben jährlich 3 Quart 2 Faß Korn und
so viel Hafer an Geld 36 alb.
11.) „Junker-Simons-Gut.“ Dieses gibt jährlich 2 Ouart zwei
Faß 2 Bröder Korn und so viel Hafer.
12.) „Kappengüter.“ Davon gehen ein jährlich 12 Kappen.
13.) „Schellers-Garten.“ Dieser erträgt jährlich 3 Kappen.
14.) „Linden-Garten.“ Dieser ist zur Zeit verlassen dem — für — (7)
15.) „Rusholtz.“ UÜber dieses Waldes Wadgassen zukommende Ge—
rechtsame vide in prati regstr.
Wallerfangen. In dem Hause, welches Wadgassen in Waller—
fangen besaß, hatte die Abtei zeitweise eine Zweigniederlassing. Bei der
Entvölkerung Wallerfangens zugunsten der Stadt Saarlonis wird anch
Wadgassen sein Besitztum in Wallerfangen aufgegeben haben und dadurch
veranlaßt worden sein, sich in Saarlouis anzubauen. Trotzdem wird auch
späterhin Wallerfangen noch als Sammelstelle für einen Teil der klösterlich
Wadgassischen Gefälle genannt.
Wehrden und Völklingen. 1546 gehörte das Stephani oder
St. Georgen-Wasser zu Wehrden zum Lehnsterritorium des Bistums Metz.
Wadgassen ist im Genusse der Fischerei und hat dieselbe verpachtet.
Duringer gibt 13 albus, Machens von Völklingen auch 13 albus.
Die Fähre zu Wehrden scheint fast ganz im Besitze der Abtei Wad—
gassen gewesen zu seit, wie man das aus den Einkünften, welche die
Abtei von der Fähre bezog, sowie ans der Unterhaltungspflicht wohl ent—
nehmen kann. Diese Fähre hatte einem großen Verkehr zu dienen, denn
seit den ältesten Zeiten führte die aus dem Metzer Gebiete durch den
Warndt, dem Lauterbach entlang kommende Geleitsstraße hier durch über
die Saar nach Völklingen und vereinigte sich mit einer zweiten Geleits—
straße, welche von Saargemünd kommend sich über Saarbrücken, Völk—
lingen, Wehrden nach Wadgassen hinzog. Die Chronik erwähnt diese
Straße im Jahre 1354.
Vor dem Jahre 1466 scheint das Gebiet Wadgassen beziehungsweise
die Meyerei Hostenbach zum Völklinger Hof gehört zu haben oder doch
zum Gerichtsbezirke desselben, wie der Akt von diesem Jahre, in dem
Wadgassen die hohe Gerichtsbarkeit zuerkannt wird, darthun will.
Wintringerhof. Dieser Hof lag auf dem Bann von Klein—
blittersdorf. 1766 war Felten Lang Hofmann daselbst; derselbe zaählte
einen Pachtbetrag von 90 Quart Früchten.

2
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.