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D. Die Herrschaft Wadgassen.
Weitere Nachrichten über Ensheim fiuden sich weiter unten bei den Er—
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über diesen Ort, sowie eudlich in der nachfolgenden
9. „Beschreibung “) der Besihungen des aufgehobenen französischen
Klosters Wadgassen diesseits der Saar.
1. Das Dorf Buß besteht aus etlich und dreißig Häusern und ist
bannstößig mit den Naßauischen Dörfern Völklingen, Derlen und Schwalbach.
2. Der dabey gelegene Bommersbacher Hof und die Mühle (wurde
also in lester Zeit zu Saarbrücken gerechnet).
3. Ensheim besteht aus ungefähr 50 Häußern und zwei Mühlen
und stößet an die Naßauische Dörfer Bischmisheim und Fechingen.
4. Seugschied besteht aus drei Häusern und dem Hirtenhaus und
ist bannstößig — — —
5. Reichenborn besteht aus 53 Häußern, ist mit dem Naßäauischen
Dorff Rentrisch bannstößig und macht mit Sengschied eine Gemeinde aus.
6. Der Wadgaßische Anteil an dem mit Rassau, dem Deutschorden,
dem Gräflichen Haus Leyen und dem Kloster Gräventhal gemeinschaftlichen
Dorf Eschringen, welches zwischen — — liegt.
7. Das Wodgaßische sogenannte Propstei Haus zu Saarbrücken mit
seinen etwaigen Gerechtsamen und Gefällen.
8. Das jus patronatus zu St. Johann und in einigen Naßauischen
Landortschaften.
9. Die etwaigen Zehnden, Renten und Gefälle, welche dem aufge—
hobenen Kloster Wadgaßen in Naßauischen Ortschaften diß- und jenseits
der Saar allenfalls zustehen und nahmentlich diejenigen, welche mit den
Wadgaßischen Pfarreyen St. Johann, Ensheim, Buß, Völklingen und
Cölln verbunden sind, es mögen selbige von Naßauischen, bisherig Wad—
gassischen, oder sremden Unterthanen zu liefern und zu bezahlen seyn.“
10. Bliesgersweiler bei Saargemünd.
Sowohl die Berichte der Chronik, vergleiche: 1261, 65, 80, 96, 99;
1302, 04, 42; 1426, sowie das weiter unten aufgenommene Ensheimer
Heberegister lassen keinen Zweifel darüber aufkommen, daß Bliesgersweiler
unter diejenigen Orte zu rechnen ist, in welchen die Abtei alle Rechte,
mithin auch die Hochgerichtsbarkeit daselbst besaß und zwar allein, d. h.
mit Ausschluß eines jeden andern. Diese Behauptung wird auch noch
durch folgende Angaben gestützt:
1622 wurde die lothringische Kriegsschatzung zu Gersweiler durch den
Wadgassischen Propst zu Saarbrücken auf des Klosters Unterthanen in
Gersweiler umgelegt. Das Kloster Wadgassen hatte damals 13 Haus—
stätten und einen Meyer daselbst. Die Kriegsschatzung betrug 56 Albus.
Im Jahre 1744 wurde von Abt Stein ein offenes Jahrgeding zu Gers—
weiler gehalten. Zur Einsammlung und Ablieferung der Zehnten und
Schafftfrüchte zu Bliesgersweiler enthalten die Regesten von Köllner in
x*) Aus den Aktenstücken zur Entschädigungsfrage betreffend das Haus Nassau
1797. (Mitteilungen des hist. Vereins f. d. S. 1899, Seite 68.)