Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

Die Meyerei Ensheim.

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der egenannten straiff. so jmantz zum ersten, zum zweylen vnd zum dritten verachtet
die geboetter der herschafften, hat der scheffen LX schilling eyn heller zu bussen ge—
wyesen. Ess sol keyner den andern pfenden aue verlaupfs eynss meygers vff straiff
der vorgl. buisen LX 411hell. in den welden eyns apts zu Oenssheymer baune
welcher freuelicher gewalt syns gefallens wyterß dan andre nachber holtz oder an⸗
ders hauwe oder uffmachen wurde, da gat nach dem freuelle vnd gewalt eyn apt
zu Wadgassen zu fragen, der auch jn straiff der nachber st .. e. Alle bestteupter
fellig zu Oensoheym, Dalheym, Wurtzbach vnd Eschringen vff den foedyen staindt
zu heben eyn apt egenant, das geseye eben maisen sester pfundt ete. drucken vnd
nasße zu Oenssheym gebruychig zu Sarbrucken sol man hoelen an dem geseyten
stalen, vnd eyns jglichen jars, so eyn jaregedinge zu Oenssheym gehalten wyrt, zu
besichtigen dass vor augen bringen, pff straiff der buysen LXX 4 I heller. Vrkunde
geworffen, vnd nyt vor eym meyger zu Oenssheym verhandelt, stant zu straiffen eym
apt zu Wadagassen. Vber alle vnd jgliche fragen, puucte vnd wyesstum hat vurgl.
Dietherich Pfiele probst zu Sarbrucken begerten vnd an mich den offenen notarien
ondebenanten gesonden, das ich dar vber wie obstait wolle geben vnd handtreychen
eyns oder mehe so offt vnd viele er dess benoit wurde jnstrumentum vnd instrumeuta.
Diss alles wie vurgl. ist beschein vnd gehandelt worden zu Oenssheym vor dem
kirchhoff yjn dem jare, jndiction, manet. kag vnd bapsthom vurgemelt jn by wesen
der ersamen herrn Johann Kyrchern zu Oenssheym, Johann Kirchern zu Oinersoheym
ond Peter Knyfer burger zu Sarbrucken sampt dem vmbstand zu vrkundiger ge—
zugniß aller vorgl. sachen her vber sonderlichen beruyfen vnud gebetten.

c. 1558 mrz. 28. Der Wadgassische Amtsverwalter (Propst) Ditt—
rich Pfeil zu Saarbrücken inventarisiert im Beisein der Hofleunte die Wad—
gasser Hofgüter zu Ensheim und Eschringen.
1570. Jacob Kneupel, Landschreiber zu Zweibrücken begehrt von
Abt Seyfried zu Wadgassen gegen einstigen Austausch eine Leibeigene aus
Ensheim, wobei ausbedungen, daß diese Person, so lange sie unverglichen
bleibt, jährlich 3 Albus Leibschaft hinter sich reichen und geben soll. —
(Köllner Regesten.)
1575 ist das Wadgasser Hofgut zu Ensheim begangen worden. Es
bestand damals aus 52 Parzellen Wald, Wiese, Acker und Garten von
1bis 8 Morgen groß; die Größe ist jedoch nicht bei allen Parzellen
angegeben.
1588 verleiht der Abt Claudins Bisten das Martinsgut mit allem was
dazu gehört auf zwölf Jahre an Bohr Hansen von Bülingen nunmehr
des Klosters Leibangehöriger zu Ensheim, wie vordem sein Schwiegerherr
der Bahr das Martinsgut beständnisweis geführt hatte, gegen jährliche
Lieferung von 2 Malter Weizen und 2 Malter Erbsen. Das Siegel
des Abts zeigt die Madonna mit dem Jesuskinde und die Umschrift
Claudius Bisten Abt Wadgotiam.
1602. Abt Claudius verpachtet das Martinsgut wiederum auf 12
Jahre. Dasselbe thut Abt Johann von Berres am 8. März 1615.
1603 ian. 20/30. Durch Instrument des Kaiserlichen Notars Michael
Wenninger zu Saarbrücken im Beisein des Wadgassischen Propstes Thomas
Bruch werden die herrschaftlichen Hofgüter zu Ensheim inventarisiert.
Dazu gehören: 1. das sogenannte Hofgut zu Ensheim bestehend in 70
            
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