Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

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D. Die Herrschaft Wadgassen.

naunten bezirck vnd berisß ein apt dess gottishuys zu Wadagassenn eyn oberster herre
wir gericht wisen vud nyemanss auders erkennen. Ess hatt auch mit recht der scheffen
gewyesen, und bekanten, dass alle oberkeyt vnd gerechtikeyt zu bruchen vnd zu wyesen
(hohe) vnd nydder gross vnd cleyn gebot vnd verbot, banne vnd man, zuck vnd fluick,
jagerye vnd feschery, welde, boeschen, felden vnd margen, wasser vnd weyde, den
fundt vber vnd vnder erden, buysen vnd besserongen, scheffen vnd gericht zu setzen
vnd zu entsetzen, eynem apt zu Wadagassen in egenantem dorff Oenssheym vnd synem
bezirck zu stait vnd niemanss andersäs. vnd so eyn myßtediger mentsche jn dem
dorff oder bezircke vorgenant begriffen wurde. hat der scheffen mit recht gewesen
der sol gen Sarbrucken eynem probst dess apts gelibbert werden vor syn huiss in
gefenckniß, den zu versorgen, vnd so der solicher straiff syner misstadt eutphangen
wurde, das soll jm bescheen zu Oenssheim vor gericht vnd nach syme verdinst be—
lonung erwarten. Darnach hat der scheffen gewesen, wes eyn apt zu Wadagassen
gerechtikeyt hat zu Daelheym vnd zu Wurtzbach, also zu Wurtzbach hat er hoebsteet
so die besessen synt myt luydten, die sollen mit aller gehorsame dynstbarkeyt mit gebot
und verbot glich den von Oenssheym verbundlich syn. zu Daelheym hatt eyn apt
eygen luyde fitzen vnd eige foedye, die sollen jn aller maess auch wie die von
Oenssheym gehorsame bewysen. zu Eschringen hat auch eyn apt fryheit vnd her
licheyt vber syn eygene gueter vnd arme luyde, welche dar uff sitzet oder woenet
dar vber hat er gebot vnd verbott, vnd hoerent jn die meygerye ghen Oenssheym
vnd so srenelle oder buysen von den selbigen zu Escheringen vff der fodeyn zum gottes—
huyss Wadgassen bescheen, sollen eym apt egenant oder sym dienere zustendig syn.
Item mystedige mentschen da selbst vff der foedyen begriffen sollen ghen Oenssheym
eynt meyger gelibbert werden, der hat wissens, wie vnd jn wass gestalt myt denen
gehalten sol werden. Der scheffen hat auch gewiset so jmantz myt den jhenigen vff
dess gotteshuyse fodyen vnd guettern zu Eschringen zu schaffen gewunde, der soll
im ersuochen oder pfeuden mit dem egenanten meyger vnd zu Oenssheym myt recht
verhandelt werden. Item wer do kaufft oder verkaufft da zu Eschringen der fryen
gnetter vorg, der vfftraeg vnd vffgabe sol myt recht vor meyger vrd gericht zu
Oenssheym bescheen sampt dem gerichtes vrkund davon zu geben zusteit. So stein
vnd gemerck uff den egenanten guetern zu setzen weren, dass gehoert eym meyger
vnd den scheffen itztgenant zu thun, vnd so solichs die gemeyn hern beruert, dan
sollen die zwen meyger Oenssheym und Eschringen dar by gane, vnd sol der meyger
von Oenssheym vff eyn syet vnd der meyger von Eschringen vff die ander syet stane.
zu Wurtzbach vnd Dalheym vff des apts frye guettery vnd fodyen stait eyn meyger
sampt den scheffen .. steyn zu setzen, were aber missel twischen den gemeynen herrn
soliche zu setzen, dan sol der meyger von Oenssheym vff eyn syet vnd der meyger von
Dalheynt vff die ander shet stane. Es hat auch der scheffen gewiset, welcher freue—
licher wiese gemerck oder marcken abstedt, der ist verfallen setzig schilling vnd eyn
heller der buysen, ob es vngeuerlich geschicht, der sol den nesten ruyfen jme zu helffen
die stat vnd platz widder zu bessern. Alle die von Oenssheym, Dalheym, Wurtzbach
vnd Eschringen hynder eym apt gesessen, synt verbuntlich zu malen zu Oenssheim
jn der bruder muelen, wer dass nit tedte sonder verlaupniß, der steit zu der straiff
eyns apts. der mulner sol aber dem armen man also gezwungen synen vollen geben
wie dass sich geburt. so solichs nyt gescher vnd clag dem meyger vor queme, als⸗
dan sol der mulner durch den meyger berichtet dem armen entlichen vernoegung ver⸗
schaffen. wecher (sic) sonder wissen vnd willen eynss aptss zn Wadagassen verbünt—
lich zu andern herren sich vermant vnd zu hanthaben soecht, der stat zu der straiff
des vorgenant. apts, der glichen welcher sich nit verantwort syner eren, stat auch in
            
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