Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

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D. Die Herrschaft Wadgassen.

hett eyn Meyger zu Oynßhem gebott und Verbott druff. Item zu
Dailheym habe auch myne Herren eigen guter, eigenn Lude da habe
eyn Meyger von Onßheym Gebott und Verbott ete. ... hett eyner des
Schaffen zu Escheringen mit den unserenn daselbst, der soll yne vor—
neme vor eyme Meyer von Oenßheym, dergleichen wurde eyn mißdedig
begriffen daselbst auf myns Herrn Fodigenn, den soll man libren myns
Herrnn Obersten Knecht in maißen als hie. Item auch gewiseun viele
ein Besthaupt Uff solichen Feudigen, das solle eyme Abt zustenn alleyn
vnd niemauns aunders.
1513. Jahrgedinge zu Oenßheym gehalten uff das jare 1513,
Dinstag nach Arnualis. — Daraus nur wichtig: ... Ob ein mißdedig
in solicher Herlichkeit begriffen wurde, den sull man librenn eym obersten
Rnecht (Wadg. Propst) zu Sarbrucken. Vnd ob man von ime richten
wurde soll man yne widder librenn in Gericht zu Oenßheym Vnd daselbst
laissen recht widderfaren ...
1520 und 1537 jedesmal Montag nach Michaelis. Bis dahin
„weiset der Scheffen eyn Abt alle Gebott Vnd Verbott ete. ete.“ Doch
jedesmal mit dem nicht unwesentlichen Zusatz: „Taby Vnverlustig yeder
syns Rechten.“
1538 sept. 30. Das Weistum von diesem Jahre zeigt uns, wie
sich die Wadgasser Rechte in Ensheim seit 1437 entwickelt haben. Das—
selbe lautet nach Grimm (Weisthümer II. 802 ff) wie folgt:

Aeissthrim zu GOHensheim.
1538

In dem namen des herren amen. Runth vnd zu wissenn sie allen vnd iglichen,
welche disß vffene inftrument lesent oder hoerent lesen, das in dem jare als man
zalit nach der gepurt Christi vnsers seligmachers dusent funffhundert drissig acht jar, jn
der elffter Roemer zinssale (Zinszahl) indiection genant, by zyten des aller heyligstenn
ju gott vatter vunsers herren Pauli goetlicher versehung bapst des dritten jn dem vierten
jare syner kroenunge vff mandag des lesten tags septemb. vmb die zehente stunde
vormittag zu Oenssheym vor dem kirchoff ist erschyenen vor myr offene notarien vnd
gezugnissluyten vndenbeschrieben persoenlich der vorsichtig woilgracht Dieterich Pfyel
probst zu Sarbruckenn von entphels wegen des erenwyrdigen herren Kyliani Heyl—
man apt vnd conuentz des gotteshuyss zu Wadagassen, daselbst eyn vffenbarlich frye
jargedinge zu Oenssheym vorgenommen jn aller gestalt, forme vnd maesen, wie solichs
durch recht gebnert zu halten eym apt dess guten gotteshuyss zu Wadagassen, hernach
folgende. Zum erstenn hat der meyer zu Denssheim, mit namen Cleynhans Jacob
die vier scheffen zu Oensöheym mit namen Henrichen, Niclaisen, des alten meygers
soene Brictius vnd Sybelen ermanet jrer gethainer eydten, vnd gefraget, ob ess zyt
vom jare, stunde vnd tag sye, dass eyn apt von Wadagassen oder siner wirden
dyener ein jaregedinge halten vnd besitzen moegen zu Oenssheym, von wegen syns
gotteshuys egenant? dar vff Heurich der scheffen von syner mitgesellen vnd syn wegen
antwort bracht also, der scheffen thut eyn frage vnd begert zu wissen, ob myn her
apt von Wadagassen den scheffen vnd dass gericht by jrem alten herkommen vnd
gebruch lassen wolle? dar vff hat der probst jnen also antwort geben, myne her
apt zu Wadagassen ist nyt dess willens oder vornemenss, eynichen alten rechten ge—
bruych oder herkomenss zu smaelen oder zu nemen, dan synss vermoegenss dar bu
            
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