Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

Die Meyerei Ensheim.

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Item sind sy gefragt, seß einer uff der voigtdye, der eyn büsse breche oder sin
gülte nit bezalet, vud daz man den penden müste, wo man den pande hin trage vnd
durch wen und wöllich gericht vnd amptman den pande verhandeln fsölle? haut sy
gewyset, welcher herre panthe vor sin gülte, der mag den pand hynder sich nemen
oud dün war yme eben ist, bytz yme eyn genügen geschicht vor sin gült oder büsse.
Item hant sy gewiset, hielt eyner mit cyuem faütman zü schaffen, grifft er den
an, od gyeng anders mit yme vmbe daun billich were uff der foidige, der sy büß—
fallig, nast dein das vor in erschynen würde.
Der junckherrn gericht, do doch myn here von Wadigessen
sin deil an hatt.
Züm ersten sint gefragt, obe die gemeyner macht haben ein schöffen zü machen
vsser eyme man, der uff dem güde sitze? do haut sy gewiset, ya, mit raide myus
hern von Wadigessen.
Item sint sy gefragt, obe man eynen man, der mymne hern von Wadigessen
were, vnd des güdes eyn del fürte zü eyme schöffen oder eyme amptman gezichen
möchte vnd gemachen oder nit? hant sy geniset, daz die gemeyne hern des nüt dün
sollen noch mögen gen willen myns hern von Wadigessen.
Item, obe man zü Wyrtzbach vnd zü Daln zü cyme schöffen nemen möge zü
der junckhern güt? hatt der schöffen gewisset, daz man daz ön erlaüpnyß myns hern
von Wadigessen nit dün müge.
Item hat Albrecht gefragt, was rechts min herre von Wadigessen vnd die an—
dern gemeyner haben au den wälden uff der jnackhern güt, vnd vielen ecker oder
pende, was sy da an haben? do hant sy gewiset, die lude gebn der gemeynern yr
jult vnd scheffe vnd darvmib sollen sy der walde, bösche, felt und anders dazu ge—
hört geuyessen.
Item geviele icht uff der frönde, da höret daz halb zü dem großen zenden, vnd
an dem andern halben deil hatt mun herre von Wadigessen daz halb vnd die ge—
meyne junckhen daz ander halb, daz ist mit namen eyn viertel, vnd in dem viertel
hatt myn herre von Wadigessen auch sin deil.
1458 wurde wiederum ein Jahrgeding zu Ensheim gehalten, woraus
hervorgeht, daß das Closter Wadgassen „rechter Bannherr seye und ihm
dazu gehoret Bann und Mann, Wasser und Weyde, Zuk und Fluk, Jegerei,
Wald, Wege, Stege, Gebott und Verbott, Hohe und Nieder, Fund über
und unter der Erde — und das Hochgericht zu Ensheim in dem Bann
und Bezirk.“ Ferner ist ersichtlich die Banngrenze.
1465 oct 20 (auf St. Wendelins-Tag) Jahrgeding zu Ensheim —
siehe die Chronik. ——
1511 — uUff Mittwoch vor Arnualis ist ein Uffen jargeding gehalten *“
worden zu Oenßheim durch den würdigen Herrn Johann Thalen Abt des-Klosters
 Wadgaßenn jn Beywesenn Matthis Degen sins Probsts zu Sar-*
brucken — —. Item hat der Schessen gewiset — — auch habe soliche 7
Gotzhuß eigene Lude zu Escheringen, Dailheym und Wurtzbach, die sollen,
auch beruffen werden — —. Item hat der Scheffenn gewiesen eym Abt
von Wadgassen als einen Obersten Herrnn sins Gotzhuße — — Und
niemans anders alle gebott und Verbott ete. ete. Doch behelt eins yder—
mann sins rechten. Item hat der Scheffen gew. myn Herrnn von Wade—
gassen der habe eigenn Hobstet zu Wurtzbach want die besatzt wernn, so
            
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