Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

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D. Die Herrschaft Wadgassen.

da hant sy gesagt, sy haben vor gewiset myme hern von Wadigessen banne vnd man
vnd lassen das da by, vnd dar vmb so moge man den faugtmeiger fragen, wie is
darvombe gelegen sy.
Item hat myn herre von Wadigessen den hoffe vnd die gemeynde gefraget, die
wile sy ine einen obersten banne hern gewiset haben vnd Albrecht vnd sin son einen
voigt, obe ein voigt myme hern yon Wadigessen oder den lüden zu Onescheim dauon
yht schuldig sy zu dün? haut sy auch eine gemüde genomen XIII dage daruff hant
sy gewiset, das keiner dem andern dauon nüst schuldig sy zu dün, dan das yedlicher
sin gult vnd zins heben soll; als sy vormals gedan hant, sy hetten dann anders in
yren brieffen oder büchern stan, vnd welcher vnder jn bas möchte dann der ander,
der solt dem andern vnd den Anden by stan vnd helffen als billich ist.
Ist der faugtmeiger gefraget, daz er zü yme neme daz hupgericht, die dar zů
hören, vnd den gemeynen hern yecklichen sin recht wisen, vnd benar abe, ob ein apt
von Wadigessen macht hab die lüde zu Onescheim zü schetzen vnd besonders die faugt—
lüde, on Albrecht vnd sin son vnrecht zü dün? daruff hant sy gewyset, die faugtlude
sien schuldig den faüden ir gulte ein myl weges zü fyeren vnd das faugtrecht über
den gadern zu reichen, und haben die gemeynhern vort mit den lüden nit zü schaffen
dann sy sien myns hern von Wadigessen, alz dann vorgewiset; vnd von dem obe
myn her von Wadigessen die faugtlude zü schetzen habe, on den andern vnrecht zü
dün, des hatt der scheffen ein gemüde genommen XIII dage, darvff hant sy bewyset,
daz ein appt von Wadigessen die lude von Onescheim nit macht habe zü schetzen vnd
daz die faüde die lude auch nit schetzen. vnd daz yecklicher herre auch by syme
rechten beliben sol, vnd die arme lude auch by yren rechten lassen, als das von
alder herkomen ist.
Item sind sy gefraget, viellen bussen oder besseronge uff der voigtdye, die myme
hern von Wadigessen vnd Albrecht zu gehöret, wie man die deilen soll? daruff hant
sy gewiset, da fallen uff der vogtdhe mit VIII malder korns, der werdent myme
hern von Wadigessen Vmalder vnd Albrecht III malder, vnd vielln bussen da uff,
sy sien grosß oder klein, die soll man deilen nach anzal als daz kori, vnd yecklich
malder korns II4J vud eynen suyder, die deilet man auch allso.
Item stönden wäld vnd bösche uff der vogtdye, hat der scheffen gewiset, daz die
faugtlude der genyessen söllen vmb sollich korn gelt, snyder vnd ander gült, die sy
dann geben als vorgeschriben stet.
Item hatt Albrecht den faugtmeiger gefraget, würde yn yr güt genomen, obe er
daz güt mit recht verantwurten vnd mit recht darnach gefragen möge? daruff hant
sy gesagt, sy sien deß nit wiß, und hant des oüch ein gemüt genomen Xiiii dage.
daruff hant sy gewiset, würde yn yr güt genomen oder würden sy geuangen, die
wile daz daz closter ein oberster ban vnd ein gerichtsherre da sy, daz myn herre
von Wadigessen in mit lib vnd mit güt von rechts wegen schuldich sy zu helffen vnd
zü verantwürten, und daz die faüde auch schuldig sint, mit myme hern in auch mit
recht zü helffen mit lib vnd mit güt, die wile sy yr zins vnd gült mit ein nemen vnd
mit einander deilent, vnd hab der gemein meiger zü Onescheim zü zytten die lüde von
myns hern von Wadigessen vnd der gemein hern wegen alzo mit recht vßgewonnen.
Item hat Albrecht gefraget geben die lüde, die mit für vnd mit flammen vff
der faüddye sitzen, ein schetzong mit willen, obe er auch fin deil dar an hatt? daz ist
auchin' dem ersten gemüde gestalt. daruff hant sy gesagt, sy habn vor gewiset, daz
myn her von Wadigessen vnd auch die faüde sy nit macht haben zu schetzen, vnd sy
auch nit schetzen en söllent, wölle aber darüber hemanz daz sin mit willen geben myme
hern oder den faüdden, daz möge sy nemen.
            
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