Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

Die Meyerei Enshelim.

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auch Reichenborn 1223, 1608, 16; 1759; Sengscheid 1197, 1294, 1550,
1759; Thalmühle 1729; Heckendalheim 1424, 29; 152322; 1609; Ober—
würzbach 1424, 29, 63; 15232, 52.
Jur Lokalgeschichte von Eusheim hat Jacob Grentz aus Forbach ein
sehr umfangreiches Aktenmaterial gesammelt, dessen vollständiger Abdruck
einige Bände füllen würde. Der beschräukte Raum gestattet mir nur,
einen kurzen Auszug der auf Wadgassen bezüglichen Aktenstücke zu geben,
umsomehr als auch noch einige Angaben von Köllner und drei Weistümer
hier Aufnahme finden sollen. Über die Chronik hinaus bleibt somit an dieser
Stelle noch folgendes zu berichten:

Weistum zu Oresheim.
1437.

Dis hait der hoffe vnd die gemeine zu Onescheim gewiset uff donrstag nest nach
sant Remyesdage anno domini MCCCCOXXX septimo.
Züm ersten hant sy gewiset dem godeshuse von Wadigessen banne vnd manne,
wasser vnd weyde, züg vnd flüg, den font vnder der erden und über der erden, vnd
alle gebot vnd verbot vnd gerichte, hohe vnd nuyder, bösche vnd welde, fliegende vnd
Jiessende, bussen vnd besserongen zu Onescheim, da inne yderman sin recht behalden.
Item hant sy gewiset, das ein apt von Wadigessen ein oberster banne vnd ein
oberster gerichtsherre sy zu Onescheim, vnd da macht habe amptlüde zu setzen und
zu entsetzen nach sinen willen vnd gnaden.
Item hant sy gewiset, daz ein apt macht habe zü binden vnd zu entbinden, die
wile er gebott habe hohe vnd nahe, vnd zü brechen vnd zü bussen nach siner gnaden
heheltenysse andern irs rechten.
Item hant sy gewiset, breche einer des apts gebot, den hette der apt macht zü
straffen nach wissonge des gerichts an gnaden.
Item hant sy gewiset, were oder queme ein vndedig man zü Onescheim, der da
gefangen oder gegriffen würde, oder würde einer da mit gerichte bekommert, den
man da nit behalden mochte, würde der uff die site, da Onescheim liget, gefangen
oder uff gehalden, den antwürten sy myme hern von Wadigessen, vnd würde der uff
jeue site der vnderscheit gefangen oder uff gehalden, so sullen sy den gen Zwein—
hrucken antwürten.
Item hant sy gewiset, das die gemeine hern, die güt zü Ouescheim hant, mogen
schoffen vnd amptlude da machen mit gnaden myns hern von Wadigessen.
Item hant sy gewiset, vergingen lude, da gemeyne schafft were, da solde man
heübtrecht deilen, als man die scheffe vnd gülte deile; vergingen sy aber uff dem
eigen des closters, so sien die heubtrecht des closters.
Item hant sy gewiset, das die gemeyne hern nit macht haben amptlüde da zü
kiesen noch zü setzen vß myns hern luden, aen willen vnd verhencknysse des abts vnd
des closters zü Wadigessen.
Item hat myn herre von Wadigessen gefraget, wer die gemeyne lude syen, die
zü Onescheim sitzen, das sy yme die nennen. da hat der scheffen gesagt, er enwisse
der Inde nit vil und enkunne der auch nit genennen, man moge den faugtmeiger, der
die faugtrecht hebe, darnach fragen, wer die gemeyne lude sien.
Item sint sy gesraget, die lüde die myns hern von Wadigessen sint vnd zü
Onescheim sitzent, hetten die der gemeyne herrn güt, wan sy yre gülte dauon ge—
geben hant, obe sy den andern gemeynen hern von recht me darvmb verbonden sien?
            
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