Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

Spiesen und Neunkirchen.

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weiler sampt dem ganzen Umbstand der Zeit da erschienen zu Urkundt und Gezeug—
kaus aller chegenannten Sachen herüber sonderlichen beruffen und gepetten. Und die—
weil ich Niclaus Demuth von Sanct Wendlin Keyserlichen Empfels und Macht offner
Notarius bey allen und jeglichen vorgenannten Sachen Weißthumb und Handelung
gegenwärtig, persönliche gewesen seinde, die auch also gesehn, gehört und verstanden,
sampt den obgenannten Gezeugknusleuthen han darumb ditz offen Instrument mei—
ner Handgeschrieben auch mit meinem Namen, Zunamen und gewöhnlichen Hand—
zeichen unterschrieben und gezeichnet. In Urkundt und glaubhaftige Gezeugknus aller
und jeglicher vorgeschriebener Sachen sonderlich hierüber geruffen und gepetten.

c. 1538. Heinrich Schwarz von Lichtenberg, Müller in Spiesen, erhält
Erlaubnis unter dem Weiher im Thal eine Mühle zu bauen mit der Be—
dingung, daß nach Ablauf des Rechts die Mühle ans Kloster zurückfallen
solle, bittet den Abt, ihm dieselbe gegen Bezahlung eines Erbpachts zu
helassen, mit dem Recht, sie verkaufen zu können.
1538. Erhard Müll Amtmann von Bliskastel — Schreiben au den
Abt Kilian Heilmann von Wadgassen wegen Entlassung aus der Leib—
eigenschaft in Spiesen.
1567. Elisabeth Blichen von Lichtenberg, Abtissin von Neumünster,
beklagt sich bei dem Abte von Wadgassen, daß der Meyer von Spiesen
auf Befehl des Abts ihr für ihr 14 keinen Anteil am „Acker-Genuß“ im
Wald zugestehen wolle, was ihr sehr befremdend seye, indem sie dem
(Grafen von Nassau noch nichts abgetreten hätte als die Hohe Gerichts—
harkeit, obgleich er sie sehr dazu gedrungen und ihr versprochen habe,
etwas in Tausch zu geben. Ebenso beschwert sie sich darüber, daß ihr der
Meyer kein Holz aus dem Wald verabfolgen ließ, bittet den Abt, sie in ihrem
alten Gerechtsamen zu handhaben. Gegeben auf Maria Geburt 1567.
1630. Auszug aus dem Genealogien-Buch von Nassau-Saarbrück
vom Jahr 1630. — Acquisita des Hauses und Amts Ottweiler. —
Tas Dorf Spiesen gehörte vor alters zur Grafschaft Sarbrück oder Ott—
weiler, hat zu eigen gehort der Abtei Wadgassen und ist jezo zum herr—
schaftlichen Guth zu Ottweiler gehorig.
1688 setzte sich das Kloster Wadgassen wieder in Besitz von Spiesen
und Neunkirchen.
1690. Prozeß des Klosters Wadgassen mit Graf Friedrich Ludwig
zu Ottweiler wegen Spiesen.
Vergleiche hierzu auch aus der Chronik die Jahre: 1195, 97; 1295,
1342, 552; 1419, 36; 1538, 48, 51, 73. 74 75, 85 und 1688.
und insbesondere auch die Geschichte von Neunkirchen.

b. Neunkirchen.
Des Klosters Besitztum in Neunkirchen gründete sich auf folgende Urkunden:
1342. Johann Mersilis, Ritter von Saarbrücken und Margaretha
seine Frau, Johann ein Sohn der Margaretha Havela und Elisabeth ihre
Tochter verkaufen dem Abte und Convent in Wadgassen alle ihre Güter,
Erbschaften, Zinsen im Dorf Neunkirchen, gelegen in der Pfarr Wibels—
kirchen an der Blies — nebst aller Hohen und niedern Gerichtsbarkeit,
allen Rechten nichts ausgenommen für die Summe von 100 Pfund Metzer
Währung — und bitten den Grafen Johann von Nassan, dessen Vasall
            
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