D. Die Herrschaft Wadgassen.
Gottshuß Schaden nit verquemen, soll und mag Abi und KConvent zu jeder
Jeit Fug und stalt haben, uns und das unser mit Gericht geistlich, oder welt—
lich, oder sonst fürnehnten, uns, unser Erben, und das lluser behefften, komern,
und selbs augryffen, so lang und biß das vorgentanut Gottshuß Heupt- Geld,
Kosten, und Schaden genugsamlichen Bezahlnug bekomren were, und des allzyt
ihren schlechten Worten an Eyde und Gelobde, oder wider Rechtfertigung zu
glauben, und uns auch darwider nit stellen, mit keinerley, das herdacht ist, oder
werden möcht. Und daß solcher Kauff desto beständtlicher, und vollenstrekt werde:
So han ich Friderich von Fleckstein, Herr zu Tagstuhl myn aigen angeborn
Ingesiegel an diesen Brief gehangen, uad Jacob Kranchg von Rirchheim der—
massen auch myn eigen augeborn Ingesiegel an diesen Brief gehhaugen, und
nachdem Heinerich von Fleckstein uuter synen Jahren und noch nit zwautzig
fünff Jahr alt, und ich Otto von Hirßhorn Ritter desselben Jungen geschaffter
Tutor mym gnädige Herrn dem Rfalbz-Grafen, und mich auch der uffgericht
zdauff bequemlich denett; So han ich also der Verseher des vorgenannten Hen—
nerichs myn Ingesiegel an diesen Bricf gehangen, und nit us kleyner Ursach,
die mich beweget, dem vorgenannten Henrichen sollichen Kauff vorgetragen, und
sich herin erbotten zu willigen, und den Rauff, nud was ich sinthalb hierinn
mit santt sym Bruder und Schwager gethan, gelobt und zu halten, und ich
Heinich vorgenannt bekenn, daß solliches ware, und myn angebohrnen Inge—
siegel auch heran gehangen, und zu witter Versorchtnuß so han wir Emel von
Fleckstein unser Ingesiegl an diesen Brief gehangen; dozu so han ich Barbel
von Bodenheim gebetten den Ehrenvesten Haänse von Flerschheim, Anmtmann zu
Butern, daß er, Gebrechenshalb myus Siegel, sin Siegel vor mich an diesen
Brief gehangen hat, des ich Hanß von Flerschheim bekenne, von betwegen myner
Schwägerin solches versiegelt, mir und myn Erben ohne Schaden. Und zu noch
mehrerer Sicherheit, so han wir alle von Nahmen zu Nahmen vorgenannt ge—
betten die Ehrsamen die Brüder des Jufiegels der Probsteyen zu Saarbrücken,
daß sie dasselbe Probstey Ingesiegel vor uns auch bey unser Ingesiegel hängen
wollen, daß wir Brüder des egenauntes Siegels gerne gethan han von flissiger
betwegen vorgenannten unsers gnedijen Inuckern, des Grafen zu Saarbrücken,
und mengliches recht wohl bewahrt. Gegeben am Montage nach dem Sonn—
lage, zu Latyn genanut Laetaro, in den Jahren unsers lieben Herrn GEeburt
dusend vierhundert achtzig und neun.
CI. S. VI. 8S.) CIL. S.) (I. S. CI. S. I ) C(VI.. 8.)
1508 wird dem Kloster eine kleine Rente auf den andern Teil von
Bous angewiesen. 1522 verkauft der Graf von Daun alles, was er hat
in Bous, dem Kloster. In dem Klosterkatalag finden wir den Erwerb
von Vous in folgender Weise dargestellt: „Dieses Torf hat Wadgassen
ganz an sich gebracht mit Hoher, Mittel und Rieder (Gerichtsbarkeit) und
(GBrundgerechtigkeit, sowie mit allen Zins und Renten, nämlich: das halbe
Dorf von den Herren von Fleckenstein Anno 1489, wiederum einen dritten
Teil von dem Herrn von Kerpen () ao. 1512. Es hat aber der Graf
Philipp von Nassau-Saarbrücken das halbe Dorf mit allen Gercchtigkeiten
prätendiert, vorgebend, daß obgemelte Herren dem Kloster nicht hätten
verkaufen können, ohne seiner Vorfahren Consens, da dieselben nicht Eigen—
tümer sondern nur Lehuträger von dem Haus Saarbrücken gewesen seien.
Endlich ist mit gemeldter Hochgräfl. Gnaden ao. 1548 ein Erbtausch ae