Lisdorf und Ensdarf.
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Weistum von LCisdorf.
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Item zum ersten hat meyer Rupert den scheffen beladen und gefragt, ob es
zeit seie von tage und jare meinem herrn von Wadgassen sein freihe jargeding zu
halten? hat der scheffen gewiset, ja, wan es mein herrn dunket zeit sein.
Item darnach hat der scheffen geweist, das man allen den die eigen und erbe
in dein ban und gericht (haben) auch die binwent dem bezirk wanent ruffen soll,
und der nit da in dem freihem jargeding seie, der sei die buß meime hern fünf
schilling und dem scheffen XII ,, dan ein ieglicher der da gut in dem bezirk habe
soll perschoulich in dem freyen jargeding sein.
Item darnach hat der scheffen gewisen, daß man das freihe jargedinge solle
hänuen und daß sol einer aus dem gericht thuen. Ist als hernach geschriben stet,
gebäut worden: ich thnen ban und frieden dem freihen jargedinge von wegen Maria
der mutter gottes, meins hern des abts und convents des closters zu Wadgassen,
des meyers der gericht und der ganzer gemein, daß keiner dem auderu sein stule
besitze, keiner ewegh gehe oder dem andern sein Wort thue ohne urlauff, und ver—
biede oberbracht und gewast, zum ersten zum zweiten und zum drittenmal, der ban
und friede sei stede.
Item hat der scheffen gewiset, das einer des gerichts darnach den bezirk des baus
berissen soll, und geet der bezirk des bans au zum ersten an Buddeborn bitz au den
ruwen stein, von dem ruwen stein bitz an Meintzen Morter, von dem Maintzen Mor—
ler bitz an den alten Martwege, den altea Martwege uß für dem bruch abe, bitz
mitten in die Schwarzbach, die bach in bitz da sie geit in die Saar, die Saar heruf
hitz in die Hungerbach, von der Hunugerbach bitz jenseit des walds Rosseler zu Frawe—
leuteru zu und da uß benebent dem walde uf bitz an den Krickelberg, von dem
Krickelberg biß in die Dickelsfurt, von der Dickelsfurt biß emitten in die Bommers—
bach, und die Bommersbach in, bitz da sie in die Sare gehet, von der Bommers—
hach wider die Sare heruf biß an Buddeborn.
Item darnach weiset der scheffen vor recht, das die drei freihen zu Liestorf von
fuß an biß oben zu irem haubt up gewapuet und geharneßet sein sollen, und uf
irer linken seiten ein schwert und uf der rechter seiten ein degen han, und in dem
freihen jargedinge staen: ob einige frevel oder gewald vorgenommen wurde, sollen
sie understehen das mit gewapneter hand zu weren, und ob das nit eschehe und sie
daran seumig wurden, so seient sie verfallen die buß an eins abts guade.
Item wiset der scheffen, das die drei freihen sollent die gefangen, die binnent
dem ban und bezirk begriffen wurden, huten und furen, wo man si dan hin be—
scheidt, und brief die ein abt zu schicken hette binwend lauds die sollen sie uf iren
kosten tragen, oder ußwenig lands, da soll ein abt ine ir kosten geben, so dick sich
jeburt, und des möge ir jeglicher zwanzig fünf stück schwein in den äcker kheren,
ohn demen, und solleut die schweine vor Sanct Johannes baptisten tag bestellen oder
kaufen, und der freier hobstat habe Bomhensel zwo, und die dritte hat Herzog
Heußgen Gerstloiss des alten wirtzhaus.
Item hat der scheffen zu dem andern male gewiset vor recht eime abt und dem
tloster Wadgassen zu, als eime obristen herrn, den gauzen ban des bezirks, da in
ind da uff zu binden und zu entbinden und beider konne eigen leude, zugk, fluck,
wasser, weide, wälde, frondienste, gebot und verbot, wettunge, alle gewaltsache, freuel,
hußen und besserung, klein und groß, hoch und nieder, den fund under der erden
und anuf der erden, gericht und alle andere ampleuth zu setzen und zu entfetzen.