Promemoria 1791.
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8 29. Weil jene Urteln (8 25.) auf den Besitzstand des, im West—
phälischen Frieden angenommenen Entscheidjahres 1624 sich vornehmlich
gründen, und dem Hause Nassau darinn mehr nicht ist zuerkannt worden,
als was Selbiges in besagtem Jahre hergebracht hatte; so müssen wir,
um das nachfolgende verständlich zu machen, hierher bemerken, daß die
währendem dreysigjährigen Kriege von Lothringen ihrer Länder entsezte
(Hrafen von Nassan-Saarbrücken in dessen IV. Art. & 30 e Copite Amnostine
restituiret wurden:
Comitibhus NXNussu-Surdenontonis (heißt es) restituantur ommes ecorum
Comitatus, Diynastiae, territorin, homines, et hona cecltesiustico eic.
In Ansehung der, unter den im Nassauischen liegenden Ponis ecelesiasticis
mitbegriffenen Abtei Wadgassen ist im V. Art. 8 26 verordnet:
Cmid quoque Mondsteriu, fundationes et sodalitia, quae die J. Iunucrii
IGꝰAâ Cœotlolici reuliter posssederunmt, poxxicdeumt et insi Ssimiliter, itut in
A. C. Stutiutin territoriis ed Situ snit.
z 30. Auf diesen Westphälischen Frieden gründet sich nachher auch
der, aus Veranlassung der Geschichtkündigen französischen Reunionen im
Jahre 1697 geschlossene Ryswikische Friede, in dessen III. Art. es heißt:
Pacdis hnjns basis et Fndlumentum sit Per IVestplicdiec, quae in sqeris et
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3 31. Unter der anmaßlich rennirten Grafschaft Saarbrüken, waren
auch die klösterliche Dorfschaften im 1V. Art, begriffen:
Textitucutur imprimis Sacrue Majestati Caesurede, Iniperio ejuαιιι_R Statibus
et Memhbris a Sacra Regia Majestate Christianissima quaeris tam durante
hello et rin sucti, quam unionum seu reunionum nomine oceupata loed et
inn, quao extra Alsatiam sita, aut in indice Reunionum a Legatione
gallice exhibito expressa sunt, cassatis, quae a Camoris dMetensi et
Vesontia, ut et Consilio Brisacensi edita sunt, decretis et declurationibus,
omniaque in cum statum réponantur, quo anto illas occupationes, uniones,
zeu reuniones fuerunt, m— deinceens temmnore amplius turbanda, seu
tunNde ete.
8 32. Die Abtei Wadgassen muste jedoch dabei ein Opfer machen.
Da im 33. Artikel die neue Grenzvestung Saarlouis mit einer halben
Meile im Umkreise Fraukreich überlassen wurde, so traf dieses auch die
Abtei mit ihren in diesem Distrikt gelegenen Ortschaften Lisdorf und
Ens dorf, die der Krone Frankreich mit den Sonveränitätsrechten reunirt
blieben.
Sie übt aber darin noch wirklich die hohe, mittlere und Grundherr—
lichkeit ruhig aus, in die Sie Jure postliminii wieder eingetreten ist.—
Diese reunirten Dörfer sind deswegen, als ursprünglich deutsche, nur
bedingt an Frankreich übergegangene Besizungen, für keine französische Na—
tionalgüter anzusehen.
8 33. In den bekannten Wiener Friedens-Präliminarien von 1735
kam zwar das Herzogthum Lothringen an die Krone Frankreich; Sie ver—
sprach aber in der Deklaration vom 11. April d. J.
daß Sie darin nicht mehr Recht, als der vorige Herzog von Lothringen prä—
tendiren wollte.