Full text : Geschichte der Abtei Wadgassen

1759 - 1762.

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1761 dez. 21. Das Kloster drang sehr darauf, um späteren Ver—
wickelungen bezüglich des Vergleichs vom 10. Januar 1759 vorzubeugen,
daß auch die fürstlichen Anverwandten von Nassau-Usiugen und -Weilburg
ihre Einwilligung dazu geben sollten.
Weil diese jedoch einige Punkte des Vertrages noch beanstanden, so
kommt am 21. December 1761 zwischen dem Kloster und dem Fürsten
von Saarbrücken ein neuer Vergleich zustande, worin das Kloster zuge—
steht, daß es dem Fürsten von Saarbrücken, wie früher gebräuchlich,
Rechnung legen, und in dem Gebiet der 1590 Morgen außer Hofhaus,
Schweizerei und Jägerhaus keine weiteren Anlagen vornehmen wolle.
Unterschrieben:
1. M. Stein, Abt. 2. Joh. Wintersdorf, Prior. 3. Joh. Bapt.
Hoffschmitt, Subbprior. 4 Peter Mangay. 5. Peter Steichen,
Pastor in Merten. 6. J. B. Clemens, Vicar in Berus. 7. Petr.
Moris, Provisor. 8. J. B. Namonur, Pastor St. Johann.
9. Joseph Bruch. 10. G. Stock. 11. J. B. Steichen. 12. Joes
Bern. Du Fa. 13. Herm. Jos. Koch, Vicar St. Johann.
14. Ph. Verschneider, Bibliothekar. 15. N. Ehlen. 16. G. N.
Hammes lect. theol. 17. Nic. Schlimm, Vikar Berus. 18. Joh.
H. P. Hocquay. 19. J. P. S. Hermann. 20. Joh. B. Molitor.
21. Jacobus Helbron. 22. Joh. B. Namour. 23. Wilh. Turck.
24. J. Coen. 25. Eydt, Pastor Lisdorf. 26. Petr. Caren, Ens—
heim. 27. Nic. Martin, Großblittersdorf. 28. Christ. Brasca.
29. Busch, vie. Auersmacher. 30. Dambrun, Pastor Neun—
kirchen. 31. J. B. Bordier, Pastor Willingen. 32. J. A.
Moris. — W. c. 8.
(1759 hatten 50 Mönche unterzeichnet, sodaß man also sehen kann,
daß man die Gesamtzahl derselben nicht aus der Zahl der Unterschriften
entnehmen kann — doch mag wohl eine Bestimmung derselben nach Ver—
hältnis zulässig sein.) VVV0
1761 dec. 21. Fürst Wilhelm Heinrich stellt eine Bescheinigung
aus, worin er von den, vom Kloster ihm versprochenen 700 Lonisd'or
200 nachläßt. — W. o. 8.
1761. Im Jahre 1750 lich der Prinz (ist Fürst) Wilhelm Heinrich
oon Nassau-Saarbrücken vom Kloster Wadgassen 7 Tonnen Gold und gab
in Hypothek 700 arpent (Morgen) Wald im Warndt und das Versprechen,
in 10 Jahren die Schuld zurückzuzahlen und sein Unterpfand wieder ein—
zulösen. 1761 war der Fürst seinem Versprechen noch nicht nachgekom—
men. Der Abt ließ sodann 300 Morgen Wald umhauen, das Land
urbar machen und einen Meierhof daselbst bauen, dem er den Namen
St. Norbert, des Patrons des Klosters, gab. (Diese Augabe, welche
Nießen 142 entnommen ist, muß selbstverständlich gegen den Wortlaut des
Vertrages von 1759 zurücktreten, mit dem sie in Widerspruch steht —
vergleiche aber 1697 18. Februar.)
1762 ian. 8. Agnatischer Consens ab Seiten Seiner Hochfürstlichen
Durchlaucht zu Nassau-Usingen: Der Vertrag vom 10. Januar 1759 wird
mit der Modification vom 21. Dezember 1761 genehmigt — d. d. Schloß
Biebrich 8. Januar 1762 — Carl, Fürst zu AN. 8. (Bruder des Fürsten
Wilh. Hr. v. Saarbrücken).
            
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